Reckene

Die Lage von Reckene im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
11 km nordöstlich von Bad Arolsen
Lage und Verkehrslage
Zwischen Wethen und Dehausen am Nordrand des Eichholzes Flurname Reckenerberg
Ersterwähnung
(966/967)
Siedlungsentwicklung
1537 und 1563 wird das Dorf als wüst bezeichnet
Historische Namensformen
- Rikinem, in (966/967) [Abschrift 15. Jahrhundert Traditiones Corbeienses S. 133, § 310; vgl. Schütte, Mönchslisten, S. 242]
- Rekene, in (1107-1128) [Abschrift 15. Jahrhundert; Registrum Erkenberti Corbeiensis Abbatis, in: Kaminsky, Reichsabtei Corvey, S. 239, § 50b]
- Rekenen, in (1185) [Westfälisches Urkundenbuch. Fortsetzung von Erhards Regesta historiae Westfaliae, Additamenta, S. 60-61, Nr. 69]
- Rekene, in (1295) [Kop. 19. Jahrhundert [Westfälisches Urkundenbuch 4,3, S. 1065, Nr. 2347]
- Rekene, in (1316) [Urkunden Kloster Hardehausen, S. 430, Nr. 587]
- Rekene (1327) [Urkunden Kloster Hardehausen, S. 473-474, Nr. 647]
- rekende, tho (1339) [Urkundenbuch zur Geschichte der Herzöge von Braunschweig und Lüneburg, Bd. 1, S. 331-332, Nr. 652]
- Reckene (1390) [Hessisches Staatsarchiv Marburg Bestand Urk. 85 Nr. 3649]
- Recken (1563) [Urkunden Kloster Hardehausen, S. 797, Nr. 1346]
Bezeichnung der Siedlung
- villa (1327)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3503882, 5705057
UTM: 32 U 503807 5703215
WGS84: 51.480078° N, 9.054817° O
Statistik
Ortskennziffer
63500808004
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1339,1390 und 1481: Grafschaft Waldeck, Amt Rhoden
Altkreis
Waldeck
Herrschaft
- 1270 haben die Grafen von Waldeck eine Hof in Reckene und zwischen 1332 und 1344 die Lehnshoheit über verschiedene Güter. 1339 verschreibt Graf Heinrich IV. von Waldeck seiner Schwiegertochter Mechthild von Braunschweig zur Leibzucht Burg und Stadt Rhoden mit Renten u.a. aus Wethen.
- 1390 verpfändet Graf Heinrich von Waldeck Schloß und Stadt Rhoden mit Gütern u.a. zu Reckene an Kurt Spiegel vom Desenberg.
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 966/67 überträgt Warinus dem Kloster Corvey eine Familie in Reckene. Zur Zeit des Abts Erkenbert von Corvey (1107-1128) sind Güter in Reckene an den Klostervogt Graf Siegfried IV. verlehnt. 1185 haben die von Harehausen eine Hufe und ein Haus von Kloster Neuenheerse zu Lehen. 1295 besitzt das Kloster mehrere Pachtgüter, 1388 noch eines.
Zehntverhältnisse
1316 und 1327 besitzt Kloster Hardehausen den halben Zehnten im Dorf Reckene. 1430 wird der Zehnte vom Bischof von Paderborn verliehen, 1537 ist er wieder in den Händen von Kloster Hardehausen. 1563 ist der Zehnte im Besitz der Grafen von Waldeck.
Kirche und Religion
Kirchliche Mittelbehörden
15. Jahrhundert: Bistum Paderborn, Archidiakonat Horhausen (Niedermarsberg)
Nachweise
Literatur
- Wethen. Waldeckische Ortssippenbücher 91, S. 23
- Bau- und Kunstdenkmäler Kassel N.F. 2 (Kreis der Twiste), S. 268
- A. Gemmeke, Geschichte des adeligen Damenstifts zu Neuenheerse, S. 707 (Register)
- Höhle, Ortschaften in Waldeck, S. 96-97, Nr. 59
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Reckene, Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/1928_reckene> (aufgerufen am 24.06.2026)
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