Odelbeck

Die Lage von Odelbeck im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
7,5 km östlich von Bad Arolsen
Lage und Verkehrslage
Nördlich von Lütersheim nach Volkmarsen; Flurname Oelbecker Grund, Oelbecker Feld, Oelbecke Wiesen, Oelbecker Straße
Ersterwähnung
1445
Siedlungsentwicklung
Der in der Mitte des 15. Jahrhunderts entstandene Hof wurde von Lütersheim aus bewirtschaftet. Teile des Hofs sollen nach Varnhagen noch Ende des 18. Jahrhunderts existiert haben.
Historische Namensformen
- Odelbeck (1445) [Schreibweise nach Archivregest; HStAM Bestand Urk. 85 Nr. 5107]
- Odelbeck, zue (1452) [HStAM Bestand Urk. 85 Nr. 6044]
- Oydelbeck (1495) [HStAM Bestand 115/06, Paket 17]
- Odelbecke (1511) [Klosterarchive 7: Die oberhessischen Klöster 3,1, S. 548-549, Nr. 780]
- Oilbick; Odelbecke (1537) [Schroeder-Petersen, Ämter Wolfhagen und Zierenberg, S. 158-160, hier S. 159]
Bezeichnung der Siedlung
- Burgstätte und Hof (1448) [HStAM Bestand Urk. 85 Nr. 3521]
- Hof (1537)
Burgen und Befestigungen
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3507788, 5693650
UTM: 32 U 507711 5691813
WGS84: 51.377509° N, 9.110793° O
Statistik
Ortskennziffer
63502005003
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1495: Grafschaft Waldeck, Amt Landau
- 1510: Grafschaft Waleck, Amt Wetterburg
- 1537: Grafschaft Waldeck, Amt Landau
Altkreis
Waldeck
Herrschaft
- Seit 1445 werden Hof und Burg Odelbeck von den Grafen von Waldeck als Oberlehnsherrn an Niederadlige (von Escheberg, von Braunsen, von Immighauen) ausgetan und von diesen weiterverlehnt. 1495 gehört Odelbeck mit aller Gerechtigkeit den Grafen von Waldeck der Landauer Linie. 1510 verkaufen nach dem Aussterben der Landauer Linie die Grafen Philipp (d. Ä.) und Philipp (d. J.) von Waldeck (Eisenberger Linie) an Friedrich von Twiste, dessen Frau Else und deren Erben oder Halter des Briefs die Wetterburg mit allem Zubehör, mit dem Dorf Cülte, den Höfen Bullinghausen und Odelbecke etc., für 800 rheinische Goldgulden, wiederkäuflich um die gleiche Summe (HStAM Bestand Urk. 85 Nr. 10357).
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1445 belehnt Graf Otto von Waldeck die von Brunharsen u.a. mit Gütern in Odelbeck. Der Hof ist vom 16. bis ins 18. Jahrhundert gegen Pacht ausgetan.
Zehntverhältnisse
1505 und 1511 ist der Zehnte im Besitz des Klosters Arolsen bzw. der Antoniter in Grünberg, nach 1526 fällt er an die Grafen von Waldeck
Nachweise
Literatur
- Lütersheim. Waldecksche Ortssippenbücher 14, S. 13-16
- Bau- und Kunstdenkmäler Kassel N.F. 2 (Kreis der Twiste), S. 267
- Bockshammer, Grafschaft Waldeck, S. 199-206
- Höhle, Ortschaften in Waldeck, S. 82-84, Nr. 50
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Odelbeck, Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/1921_odelbeck> (aufgerufen am 18.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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