Hörle

Dorf  
Gemeinde
Volkmarsen
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Dorf

Lagebezug

8 km nordöstlich von Bad Arolsen

Lage und Verkehrslage

Dorf mit einfachem Grundriss und lockerer Bebauung im engen Tal der Welda (Hörler Bach), dicht an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen (Kreis Höxter). Verbindungsstraßen führen nach Westen zur L 3081 (Volkmarsen-Rhoda) und nordöstlich nach Welda

Ersterwähnung

(1107-1128)

Siedlungsentwicklung

1483 und 1492 wird das als wüst bezeichnete Hörle den Antonitern in Grünberg zur Neubesiedlung übergeben, die in der Folge auch stattfindet.

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

  • Dorf (villa) [1452]

Umlegung der Flur

1878

Älteste Gemarkungskarte

1825

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3504841, 5700971
UTM: 32 U 504765 5699131
WGS84: 51.443345° N, 9.068566° O

Statistik

Ortskennziffer

635020030

Flächennutzungsstatistik

  • 1885 (Hektar): 473, davon 194 Acker (= 41.01 %), 22 Wiesen (= 4.65 %), 199 Holzungen (= 42.07 %)
  • 1961 (Hektar): 473, davon 203 Wald (= 42.92 %)

Einwohnerstatistik

  • 1620: 9 Häuser
  • 1650: 7 Häuser
  • 1738: 13 Häuser
  • 1770: 24 Häuser, 100 Einwohner
  • 1885: 169, davon 169 evangelisch (= 100.00 %), 0 katholisch
  • 1961: 123, davon 122 evangelisch (= 99.19 %), 1 katholisch (= 0.81 %)

Diagramme

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1537: Grafschaft Waldeck, Amt Arolsen
  • 1712: Fürstentum Waldeck, Amt Arolsen
  • 1755/57: Fürstentum Waldeck, Amt Arolsen
  • bis 1814: Fürstentum Waldeck-Pyrmont, Amt Arolsen
  • 1814: Fürstentum Waldeck-Pyrmont, Oberamt der Diemel (Sitz in Arolsen)
  • 1816: Fürstentum Waldeck-Pyrmont, Oberjustizamt der Diemel (Sitz in Rhoden)
  • 1850: Fürstentum Waldeck-Pyrmont, Kreis der Twiste (Sitz bis 1857 in Mengeringhausen, dann in Arolsen)
  • 1919-1929: Freistaat Waldeck, Kreis der Twiste
  • 1929: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Kreis der Twiste
  • 1942: Deutsches Reich, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Waldeck
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Waldeck
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck-Frankenberg

Altkreis

Wolfhagen

Gemeindeentwicklung

Am 1. August 1972 als Stadtteil in die Stadt Volkmarsen eingemeindet.

Gericht

  • 1434: Gericht Schmillinghausen
  • 1537: Freistuhl Mengeringhausen

Herrschaft

  • 1537 mit dem Zehnten im Besitz der Grafen von Waldeck

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • Zur Zeit des Abtes Erkenbert (1107-1128) verzeichnete die Reichsabtei Corvey 8 iugera in Hörle, deren Einkünfte der Propstei Marsberg zugewiesen waren. 1196 verkauft der Ministeriale Siegfried von Dalheim dem Kloster Hardehausen mit Einverständnis seiner Frau ein nicht erbrechtlich bewirtschaftetes Gut in Hörle. 1329 pachtet der Ritter Herbold von Mederich die Güter und Äcker des Klosters. 1452 tauscht das Kloster mit den Brüdern Gerhard und Georg Spiegel seinen Besitz im Dorf Hörle gegen die Hälfte des Dorfes Ramsen (südöstlich von Wrexen) an der Diemel.
  • 1434 sind die von Pappenheim in Hörle begütert. 1482 verzichteten sie auf ihre Grund- und Zehntrechte zugunsten der Grünberger Antoniter. Nach der Reformation fallen die Güter an die Grafen von Waldeck.

Zehntverhältnisse

1373 haben die von dem Kalenberg den Zehnten sowie den Hopfenzehnten inne,
1537 haben die Grafen von Waldeck den Zehnten inne.

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit

Als Filialort zum Kirchspiel Schmillinghausen gehörig.

Bekenntniswechsel

Da Filial von Schmillinghausen, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Schmillinghäuser Pfarrer Johannes Blomen ab 1528.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Hörle, Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/1889_hoerle> (aufgerufen am 18.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/1889