Steinbach

Die Lage von Steinbach im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
10 km nordwestlich von Bad Wildungen
Lage und Verkehrslage
Flurname Steinbachskopf, Gewässername Steinbach
Ersterwähnung
1216
Siedlungsentwicklung
Von einem Konversen bewohnter Hof. In der Überlieferung des 13. Jahrhunderts wird vereinzelt die Unterscheidung in Groß- und Klein bzw. Ober- und Niedersteinbach getroffen. 1470 ist der Hof nicht mehr bewohnt.
Historische Namensformen
- Steinbah, in (um 900) [Kopiar um 1160, Codex Eberhardi Band 2, S. 221-222, fol. 115va, Nr. 310 = Dronke, Traditiones, Capitulum 42, Nr. 310]
- Stebaic, in und Steibaic, in (1216) [nach zwei gleichlautenden Urkunden Varnhagen, Grundlage der waldeckischen Landes- und Regentengeschichte, Urkundenbuch, S. 39-42, Nr. 12 = HStAM Bestand Urk. 85 Nr. 8271 und HStAM Bestand Urk. 85 Nr. 8272]
- Steinbach, in (1226) [Varnhagen, Grundlage der waldeckischen Landes- und Regentengeschichte, Urkundenbuch, S. 44-45, Nr. 14]
- Steinbach, in (1260) [ Westfälisches Urkundenbuch 4,3, S. 444, Nr. 853]
- Steynbach, apud (1297) [ Westfälisches Urkundenbuch 4,3, S. 1093, Nr. 2419]
Bezeichnung der Siedlung
- curia (1297)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3507282, 5675046
UTM: 32 U 507205 5673216
WGS84: 51.210295° N, 9.103149° O
Statistik
Ortskennziffer
63502110020
Verfassung
Altkreis
Waldeck
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- Im Rahmen eines Tauschgeschäfts gelangt der Besitz des Klosters Fulda in Steinbach um 900 an Graf Konrad den Älteren.
- 1226 wird dem Kloster Berich Besitz in Steinbach bestätigt. 1297 weist Graf Otto von Waldeck dem Kloster den Rottzehnten mit der Scheffelgülte bei dem Hof Steinbach an.
- 1470 hatte Kloster Berich Besitz bzw. Einfünfte in Steinbach.
Zehntverhältnisse
1216 bekundet der Konvent des Klosters Berich, dass er den Zehnt in Steinbach von Gotfried von Steinbach, das Lehnrecht von Konrad Bulemast und Rebold von Rein für sieben Mark erworben habe.
1227 hat das Kloster den Zehnten in maiore und in minore Steinbach.
1260 belehnt das Stift Fritzlar Kloster Berich mit dem Zehnten in Steinbach.
Nachweise
Literatur
- Bau- und Kunstdenkmäler Kassel N.F. 4 (Kreis der Eder), S. 338
- Bockshammer, Grafschaft Waldeck, S. 73-74
- Höhle, Ortschaften in Waldeck, S. 275-278, Nr. 46
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Steinbach, Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/1785_steinbach> (aufgerufen am 11.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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