Ramsen
Haus · 211 m über NN
Gemarkung
Wrexen Gemeinde
Diemelstadt Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff. Verortung
Externe Kartenangebote
Die Lage von Ramsen im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Haus
Lagebezug
14 km nördlich von Bad Arolsen
Lage und Verkehrslage
Östlich von Wrexen unterhalb des nach ihm benannten Berg
Ersterwähnung
1141
Siedlungsentwicklung
1492 wird das Dorf als wüst bezeichnet.
Historische Namensformen
- Ramwardissen, in (1141) [verunechtet 13. Jh., Kop. 16. Jh., UB Mainz 2,1, S. 45-53, Nr. 28]
- Ramwordissen, in (1141) [verunechtet 13. Jh., Kop. 17. Jh., Origines Guelficae, hrsg. von C.L. Scheidt, Bd. 4, Hannover 1753, S. 525, Digitalisat]
- Ramwordessen (1360) [Urkunden Kloster Hardehausen, S. 568, Nr. 797]
- Ramwordessen (1363) [HStAM Bestand Urk. 85 Nr. 3602]
- Ramwerssen (1406) [Urkunden Kloster Hardehausen, S. 612-613, Nr. 906]
- Ramworssen (1408) [Urkunden Kloster Hardehausen, S. 621, Nr. 924]
- Ramwerdessen (1452) [Urkunden Kloster Hardehausen, S. 718, Nr. 1149]
- Ramwersßen iuxta Tymelam (1452) [Klosterarchive 7: Die oberhessischen Klöster 3,1, S. 275, Nr. 403]
- Ranwerßen (1492) [Klosterarchive 7: Die oberhessischen Klöster 3,1, S. 439-440, Nr. 624]
- Rammerssen (1563) [Urkunden Kloster Hardehausen, S. 796, Nr. 1345]
Bezeichnung der Siedlung
- villa (1452)
- Im Amtlichen Verzeichnis der Gemeinden von Hessen aus dem Jahre 1962 als Siedlungsplatz genannt (Einzelhaus).
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3501042, 5708211
UTM: 32 U 500968 5706368
WGS84: 51.508438° N, 9.013945° O
Statistik
Ortskennziffer
63500809001
Verfassung
Altkreis
Waldeck
Herrschaft
- 1560 fällt im Zuge der Schlichtung der Grenzstreitigkeiten zwischen Bischof Rembert von Paderborn, dem Domkapitel daselbst und der Stadt Warburg einerseits, den Grafen Philipp dem Älteren, Wolrad und Johann von Waldeck andererseits, der Bereich der Wüstung Ramsen den Grafen von Waldeck zu.
- Nach Verzicht auf alle Besitzansprüche durch das Kloster Hardehausen ist die Mark Ramsen 1563 im Vollbesitz der Grafen von Waldeck
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1360 belehnt der Abt von St. Blasius in Northeim die Brüder von Brobeck mit der Hälfte des Guts in Ramsen. 1363 kaufen die Brüder von Brobeck vom Kloster Northeim jährliche Zinsen aus dem halben Gut Ramsen. 1408-1452 sind Anteile von Ramsen als Lehen von Kloster Hardehausen im Besitz der Familie Spiegel. 1452 erhält Johann von Brobeck vom Kloster Hardehausen den ursprünglich northeimischen Lehnsbesitz in Ramsen, im Tausch gegen den Zehnten in Ammenhausen. 1492 übereignen Joahnn von Brobeck und sein Schwiegersohn Heinrich Ermighausen ihren Besitz des halben wüsten Dorfes Ramsen den Antonitern in Arolsen.
Nachweise
Literatur
- Thomas-Sergej Huck, Zisterzienserkloster Hardehausen, S. 87-89
- Aumüller, Brobeck, S. 57-58, 68
- Bau- und Kunstdenkmäler Kassel N.F. 2 (Kreis der Twiste), S. 268
- Bockshammer, Grafschaft Waldeck, S. 177-187
- Höhle, Ortschaften in Waldeck, S. 93, Nr. 58
Siehe auch
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Orte
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Ramsen, Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/1687_ramsen> (aufgerufen am 30.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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