Ottlar

Die Lage von Ottlar im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Dorf
Lagebezug
13,5 km nordwestlich von Korbach
Lage und Verkehrslage
Dorf mit einfachem Grundriss und geringer Siedlungsdichte am Holzbach. Kirche in zentraler Lage. Verbindungsstrassen nach Stormbruch, Giebringhausen und Willingen.
Letzterwähnung
1281
Historische Namensformen
- Otterlare, de (1281) [Westfälisches Urkundenbuch 4,3, S. 773, Nr. 1638 = Urkunden Kloster Bredelar, S. 115, Nr. 148]
- Otteler (1537) [HStAM Bestand 127 Nr. 3]
- Ottlar (1733) [HStAD Bestand P 23 Nr. 56]
Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3479037, 5688593
UTM: 32 U 478971 5686758
WGS84: 51.331721° N, 8.69816° O
Statistik
Ortskennziffer
635007070
Flächennutzungsstatistik
- 1885 (Hektar): 831, davon 193 Acker (= 23.23 %), 72 Wiesen (= 8.66 %), 452 Holzungen (= 54.39 %)
- 1961 (Hektar): 831, davon 475 Wald (= 57.16 %)
Einwohnerstatistik
- 1541: 8 Häuser
- 1620: 17 Häuser
- 1650: 9 Häuser
- 1738: 19 Häuser
- 1770: 19 Häuser, 136 Einwohner
- 1885: 212, davon 211 evangelisch (= 99.53 %), 1 katholisch (= 0.47 %)
- 1895: 204, davon 202 evangelisch (= 99.02 %), 2 katholisch (= 0.98 %)
- 1961: 183, davon 154 evangelisch (= 84.15 %), 25 katholisch (= 13.66 %)
Diagramme
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1489: Grafschaft Waldeck, Amt Eisenberg, Herrschaft Padberg
- 1546: Grafschaft Waldeck, Amt Eisenberg
- 1712: Fürstentum Waldeck, Amt Eisenberg
- 1755/1757: Fürstentum Waldeck, Amt Eisenberg
- bis 1814: Fürstentum Waldeck-Pyrmont, Amt Eisenberg
- 1814: Fürstentum Waldeck-Pyrmont, Oberamt des Eisenbergs (Sitz in Korbach)
- 1816: Fürstentum Waldeck-Pyrmont, Oberjustizamt Eisenberg (Sitz in Korbach)
- 1850: Fürstentum Waldeck-Pyrmont, Kreis des Eisenbergs
- 1919-1929: Freistaat Waldeck, Kreis des Eisenbergs
- 1929: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Kreis des Eisenbergs
- 1942: Deutsches Reich, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck
- 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Waldeck
- 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Waldeck
- 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck-Frankenberg
Altkreis
Waldeck
Gemeindeentwicklung
Am 31.12.1971 als Ortsteil in die neu gegründete Gemeinde Diemelsee eingemeindet.
Gericht
- 1537/1541: Gogericht Flechtdorf, Freistuhl Schweinsbühl
- 1814: Oberjustizamt des Eisenbergs in Korbach
- 1850: Kreisgericht Korbach
- 1868/69: Amtsgericht Korbach
Herrschaft
- 1360 belehnt Kloster Corvey die von Padberg mit einem Hof in Ottlar.
- 1489 wird Ottlar zur Herrschaft Padberg gerechnet und gilt als Zubehör des Amtes Eisenberg im weitesten Sinne. Die Landesherrschaft der Grafen von Waldeck kann sich aber erst in der Frühen Neuzeit gegen die Grafen von Padberg durchsetzen (vgl. Besitz und Zehnt).
- 1541 gehört das Dorf Graf Wolrad II. von Waldeck und ist dem Amt Eisenberg zugeteilt.
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1519 haben die von Hessinghausen, genannt Schreiber, ein Gut vom Kloster Stadtberge (Obermarsberg) zu Lehen. 1537 gehört ihnen außer dem adligen Hof und Gut auch der Dorfzehnte als Lehen der von Rhene, sowie die Mühle und Kapelle.
- 1612 habe die von Padberg das Gut in Besitz.
Zehntverhältnisse
1490 ist der Zehnte waldeckisches Lehen des Johann Schreiber. 1537 geht er von denen von Rhena aus.
Ortsadel
1281
Kirche und Religion
Ortskirchen
- 1537 Kapelle genannt
- Historistischer Saalbau mit Chor 1872-75 entstanden
Patrozinien
- Margaretha
Pfarrzugehörigkeit
1543 und später wird Ottlar als Filiale von Heringhausen genannt und gehört 2018 zum Kirchspiel Heringhausen.
Bekenntniswechsel
Da Filial von Heringhausen, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Heringhausener Pfarrer Johann Pistor um 1542.
Kultur
Schulen
1901 Neubau der Volksschule
Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)
Nachweise
Literatur
Weblinks
Siehe auch
Weitere Angebote in LAGIS
Orte
Personen
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Ottlar, Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/1683_ottlar> (aufgerufen am 13.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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