Artelmissen
Wüstung

Die Lage von Artelmissen im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
19 km nordöstlich von Hofgeismar
Lage und Verkehrslage
Genaue Lage unbekannt
Ersterwähnung
Nach 1078
Historische Namensformen
- Arthelesemen (nach 1078) [12. Jahrhundert, Chronik Lippoldsberg, hrsg. von Wilhelm Arndt, in: MGH SS 20, S. 548]
- Artlissen, in (12. Jahrhundert) [Erhard (Hrsg.), Regesta historiae Westfaliae 2: Vom Jahre 1126 bis 1200, S. 217-218, Nr. 514]
- Artlemesin, in (1202) [HStAM Bestand Urk. 36; Druck Spilcker, Geschichte der Grafen von Everstein und ihrer Besitzungen, Urkundenbuch, S. 29-30, Nr. 23a]
- Artelmissen, in; Artermissen, in (1224-1233) [Mitte 13. Jahrhundert, Chronik Lippoldsberg, hrsg. von Wilhelm Arndt, in: MGH SS 20, S. 558; Digitalisat]
Bezeichnung der Siedlung
- villa (nach 1078)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3539542, 5720859
WGS84: 51.62073031° N, 9.56989503° O
Statistik
Ortskennziffer
63303006014
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1202: Grafschaft Everstein
Altkreis
Hofgeismar
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- Im 12. Jahrhundert besitzt das Hospital des Klosters Corvey zwei Hufen in Artelmissen. 1202 schenkt Graf Albert von Everstein die Rechte und Dienste seiner Güter in Artelmissen den Nonnen zu Lippoldsberg. Die Schenkung wird 1245 vom Sohn des Grafen bestätigt, der auch seinerseits auf Rechte und Ansprüche verzichtet. Gegen Mitte des 13. Jahrhunderts soll Propst Konrad für das Kloster dreieinhalb Hufen erworben und eine weitere von dem Truchsess Konrad gegen eine gleichwertige in Wahlshausen austauscht haben. Der Priester Gozwin habe schließlich eine Hufe von einem Hörigen gekauft.
Kirche und Religion
Pfarrzugehörigkeit
Nach 1078 löst Erzbischof Siegfried von Mainz u.a. die villa Artelmissen von der Sendzugehörigkeit zur Kirche Oedelsheim und verlegt sie zur neu gegründeten Kirche in Lippoldsberg.
Nachweise
Literatur
- Nück, Geschichte der Kloster-Villikation Hottenhausen
- Chronik von Oedelsheim. 800 bis 2000, S. 56
- Henne, Mittelalterliche Wüstungen im Gericht Gieselwerder und ihre Siedlungsplätze, S. 439
- Jäger, Kulturlandschaft Kreis Hofgeismar, Nachdruck 1988, S. 166, Nr. 4
- K. Günther, Territorialgeschichte der Landschaft zwischen Diemel und Oberweser vom 12. bis zum 16. Jahrhundert, S. 218
- Desel, Kloster Lippoldsberg und seine auswärtigen Besitzungen, S. 116
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Artelmissen, Kassel“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/15615_artelmissen> (aufgerufen am 06.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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