Unter-Finkenbach

Die Lage von Unter-Finkenbach im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Dorf
Lagebezug
15 km südwestlich von Erbach
Lage und Verkehrslage
Offenes Reihendorf im Buntsandsteingebiet des Odenwaldes bei doppelseitiger Tallage.
Ersterwähnung
1347
Historische Namensformen
- Vinkenbach (1347)
- Vinkenbach (13393)
- Finckenbach (1401)
- Winckenbach (1442)
- Vinckenbach (1446)
- Finkenbach, undern (16. Jahrhundert)
Bezeichnung der Siedlung
- Wilere (1442)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3494138, 5487984
UTM: 32 U 494065 5486228
WGS84: 49.528642° N, 8.917987° O
Statistik
Ortskennziffer
43701605003
Frühere Ortskennziffer
43701401003
Flächennutzungsstatistik
- 1854 (Morgen): 868, davon 173 Acker, 78 Wiesen, 589 Wald
Einwohnerstatistik
- 1605: 5 wehrfähige Männer
- 1829: 91 Einwohner
- 1970: 122 Einwohner
Diagramme
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1797: Grafschaft Erbach-Fürstenau, Amt Rothenberg
- 1806: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Starkenburg, Amt Rothenberg (zur Standesherrschaft Erbach gehörig)
- 1820: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Oberhessen, Amt Freienstein (zur Standesherrschaft Erbach gehörig)
- 1822: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landratsbezirk Erbach
- 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Erbach
- 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Erbach
- 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Erbach
- 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Erbach
- 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Erbach
- 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Odenwaldkreis
Altkreis
Erbach
Gemeindeentwicklung
Am 1.7.1949 zur Gemeinde Finkenbach
Gericht
- Zentgericht Hirschhorn
- 1820: standesherrliches Amt Freienstein
- Mai 1822: Landgericht Beerfelden
- September 1822 bis 1853: Landgericht Freienstein in Beerfelden
- 1879: Amtsgericht Beerfelden
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1347 bestellt Schenk Konrad von Erbach seiner Tochter eine Mitgift für Engelhard von Hirschhorn, die eventuell zu beweisen ist zu Finkenbach und Falken-Gesäß. 1393 fällt das Dorf Finkenbach bei der Mutscharung der drei Brüder von Hirschhorn an Albrecht von Hirschhorn. 1401 belehnt König Ruprecht von der Pfalz Hans von Hirschhorn mit Rodenburg und dem zugehörigen Finkenbach. 1409 desgleichen mit dem Dorf halb. 1442 belehnt König Friedrich III. Hans von Hirschhorn mit einem Teil des Weilers Finkenbach. 1560 sind die Rechte des Hans von Hirschhorn in einem Weistum festgehalten. 1806 gelangt der Ort mit dem Gericht Rothenberg an das Großherzogtum Hessen.
Kirche und Religion
Pfarrzugehörigkeit
Zum Kirchspiel Rothenberg gehörig
Bekenntniswechsel
Da Filial von Rothenberg, Einführung der Reformation vermutlich Mitte des 16. Jahrhunderts.
Wirtschaft
Mühlen
Papier-Mühle im Bereich der Ortslage von Unter-Finkenbach (Generalstabskarte des Großherzogtums Darmstadt (1832-1850))
Nachweise
Literatur
Siehe auch
Weitere Angebote in LAGIS
Orte
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Unter-Finkenbach, Odenwaldkreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/13869_unter-finkenbach> (aufgerufen am 05.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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