Unter-Finkenbach

Dorf · 230 m über NN  
Gemarkung
Finkenbach
Gemeinde
Oberzent
Landkreis
Odenwaldkreis
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Dorf

Lagebezug

15 km südwestlich von Erbach

Lage und Verkehrslage

Offenes Reihendorf im Buntsandsteingebiet des Odenwaldes bei doppelseitiger Tallage.

Ersterwähnung

1347

Historische Namensformen

  • Vinkenbach (1347)
  • Vinkenbach (13393)
  • Finckenbach (1401)
  • Winckenbach (1442)
  • Vinckenbach (1446)
  • Finkenbach, undern (16. Jahrhundert)

Bezeichnung der Siedlung

  • Wilere (1442)

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3494138, 5487984
UTM: 32 U 494065 5486228
WGS84: 49.528642° N, 8.917987° O

Statistik

Ortskennziffer

43701605003

Frühere Ortskennziffer

43701401003

Flächennutzungsstatistik

  • 1854 (Morgen): 868, davon 173 Acker, 78 Wiesen, 589 Wald

Einwohnerstatistik

  • 1605: 5 wehrfähige Männer
  • 1829: 91 Einwohner
  • 1970: 122 Einwohner

Diagramme

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1797: Grafschaft Erbach-Fürstenau, Amt Rothenberg
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Starkenburg, Amt Rothenberg (zur Standesherrschaft Erbach gehörig)
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Oberhessen, Amt Freienstein (zur Standesherrschaft Erbach gehörig)
  • 1822: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landratsbezirk Erbach
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Erbach
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Erbach
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Erbach
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Erbach
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Erbach
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Odenwaldkreis

Altkreis

Erbach

Gemeindeentwicklung

Am 1.7.1949 zur Gemeinde Finkenbach

Gericht

  • Zentgericht Hirschhorn
  • 1820: standesherrliches Amt Freienstein
  • Mai 1822: Landgericht Beerfelden
  • September 1822 bis 1853: Landgericht Freienstein in Beerfelden
  • 1879: Amtsgericht Beerfelden

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • 1347 bestellt Schenk Konrad von Erbach seiner Tochter eine Mitgift für Engelhard von Hirschhorn, die eventuell zu beweisen ist zu Finkenbach und Falken-Gesäß. 1393 fällt das Dorf Finkenbach bei der Mutscharung der drei Brüder von Hirschhorn an Albrecht von Hirschhorn. 1401 belehnt König Ruprecht von der Pfalz Hans von Hirschhorn mit Rodenburg und dem zugehörigen Finkenbach. 1409 desgleichen mit dem Dorf halb. 1442 belehnt König Friedrich III. Hans von Hirschhorn mit einem Teil des Weilers Finkenbach. 1560 sind die Rechte des Hans von Hirschhorn in einem Weistum festgehalten. 1806 gelangt der Ort mit dem Gericht Rothenberg an das Großherzogtum Hessen.

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit

Zum Kirchspiel Rothenberg gehörig

Bekenntniswechsel

Da Filial von Rothenberg, Einführung der Reformation vermutlich Mitte des 16. Jahrhunderts.

Wirtschaft

Mühlen

Papier-Mühle im Bereich der Ortslage von Unter-Finkenbach (Generalstabskarte des Großherzogtums Darmstadt (1832-1850))

Siehe auch

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Unter-Finkenbach, Odenwaldkreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/13869_unter-finkenbach> (aufgerufen am 05.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/13869