Werlacherhof

Die Lage von Werlacherhof im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
4,5 km nordöstlich von Dieburg
Lage und Verkehrslage
Flurname "Im Werlacherfeld" sowie der "Werlacherhof"
Siedlungsentwicklung
1489 ist das Dorf verhert.
Historische Namensformen
- Werlachen
- Werlagge (1189-1220)
- Werlachen (1275)
- Wertlachen (1294)
- Werlachen (1350)
- Werlach (1357)
- Werlachin (1376)
- Werlachen (1429)
- Worlachen (1489)
Bezeichnung der Siedlung
- villa (1376)
- Dorf (1489)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3490288, 5533567
UTM: 32 U 490217 5531793
WGS84: 49.938423° N, 8.863666° O
Statistik
Ortskennziffer
43201500002
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1429: zur Dieburger Mark
Altkreis
Dieburg
Gericht
- Um 1350 hat Winter von Wasen einen Teil des Gerichts, ein Drittel der Gefälle gehört ihm. 1418 gibt Philipp von Wasen seiner Tochter Anna deren mütterliches Gut, darunter einen Teil am Gericht.
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- Ursprünglich gingen Münster und Werlachen als Lehen der Erzbischöfe von Köln von den Eppsteinern an Heinrich Ulner von Dieburg. Offenbar konnten die Herren von Münzenberg Münster und Werlachen zu Beginn des 13. Jahrhunderts erwerben. Aus dem Münzenberger Erbe gelangten sie an die Falkensteiner, doch konnte offenbar auch Hanau dort Rechte bewahren.
- 1304 kommt es zu einem Schiedsspruch zwischen Ulrich von Hanau und Philpp von Falkenstein wegen ihrer Irrungen über das Münzenberger Erbe, wonach Hanau von Münster und Werlachen ein Sechstel, Falkenstein fünf Sechstel haben soll. 1446 verpfänden Dieter von Sayn und seine Ehefrau Margarete, geb. von Nassau, ihren Teil an der Falkensteinschen Herrschaft, darunter Werlachen, an Reinhard von Hanau, Dieter von Isenburg und Frank von Kronberg. 1485 wird der Saynsche Teil dem Pfalzgrafen Philipp verpfändet. 1486 verkaufen Graf Gerhard von Sayn und seine Ehefrau Elisabethihren Teil am Schloss Hain nebst Zubehör, darunter Werlachen mit Bewilligung Kaiser Friedrich III. an Graf Ludwig von Isenburg-Büdingen.
Zehntverhältnisse
1356 stiftet Johannes Fuß, Bürger zu Dieburg, zum Johannesaltar in der Marienkapelle dortselbst den Zehnten in Werlachen, den er gegen 55 Pfund wiederlöslich von Gerhard von Otsperg gekauft hat.
Nachweise
Literatur
- Wagner, Wüstungen Großherzogtum Hessen 2: Provinz Starkenburg, S. 119-122
- Müller, Starkenburg, S. 745-746
- Wagner, Die eppsteinschen Lehensverzeichnisse, S. 69, 79, 96, 161
- Schäfer, Herren von Eppstein, S. 370, 372
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Werlacherhof, Darmstadt-Dieburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/13514_werlacherhof> (aufgerufen am 06.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/13514