Steinau

Dorf · 320 m über NN  
Gemeinde
Fischbachtal
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Dorf

Lagebezug

18 km südwestlich von Dieburg

Lage und Verkehrslage

Offenes Dorf im Granitgebiet am Rande des Odenwaldes am Ende eines Seitentales.

Ersterwähnung

1347

Historische Namensformen

  • Steina (1347) [HStAD Bestand B 16 Nr. 1]
  • Steynauw (1433)
  • Steinha (16. Jahrhundert)
  • Steinenn (16. Jahrhundert)
  • Steina (1653)
  • Steinau (1748)

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3485146, 5511905
UTM: 32 U 485077 5510140
WGS84: 49.743561° N, 8.79287° O

Statistik

Ortskennziffer

432007060

Flächennutzungsstatistik

  • 1854 (Morgen): 784, davon 236 Acker, 121 Wiesen, 409 Wald
  • 1961 (Hektar): 196, davon 96 Wald (= 48.98 %)

Einwohnerstatistik

  • 1629: 10 Hausgesessene
  • 1829: 143 Einwohner
  • 1961: 245, davon 236 evangelisch (= 96.33 %), 7 katholisch (= 2.86 %)
  • 1970: 283 Einwohner

Diagramme

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1457: zur Rodensteiner Mark
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Obere Grafschaft Katzenelnbogen, Amt Lichtenberg, Cent Ober-Ramstadt, Groß-Bieberauer Reiswagen
  • 1803: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Provinz Starkenburg, Amt Lichtenberg
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Amt Lichtenberg
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Domaniallande, Provinz Starkenburg, Amt Lichtenberg
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landratsbezirk Reinheim
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Dieburg
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Dieburg
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Dieburg
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Darmstadt-Dieburg

Altkreis

Dieburg

Gemeindeentwicklung

Am 31.12.1971 zur Gemeinde Fischbachtal

Gericht

  • Zentgericht: Ober-Ramstadt
  • 1821: Landgericht Lichtenberg
  • 1848: Landgericht Reinheim
  • 1879: Amtsgericht Reinheim
  • 1968: Amtsgericht Dieburg

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • 1347 kauft Graf Wilhelm zu Katzenelnbogen ein Viertel an dem Haus zu Rodenstein von Erkenger zu Rodenstein (die Hälfte von dessen Anteil) in der Burg, außerhalb des Vorhofs, einen Garten, den sechsten Teil des Waldes und seinen Besitz zu Brandau, Neunkirchen und Steinau mit allem Zubehör für 400 Pfund. Im 16. Jahrhundert steht das Dorf den Junkern von Rodenstein zu, der Landgraf hat die hohe und centbare Obrigkeit. Nach Aussterben der Rodensteiner fallen deren Rechte den Herren von Gemmingen zu.

Zehntverhältnisse

Vom Zehnten hat der Landgraf von Hessen die Hälfte, von Pretlack ein Sechstel und der Pfarrer von Groß-Bieberau ein Drittel.

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit

Mutterkirche: Groß-Bieberau

Bekenntniswechsel

Da Filial von Groß-Bieberau, Einführung der Reformation vermutlich ab 1527.

Kultur

Schulen

1910 einklassige Volksschule, Schulhaus von 1900

Wirtschaft

Mühlen

Im 16. Jahrhundert molitor in Steinha

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Steinau, Darmstadt-Dieburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/13460_steinau> (aufgerufen am 14.07.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/13460