Richen

Dorf · 159 m über NN  
Gemeinde
Groß-Umstadt
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Dorf

Lagebezug

6 km südöstlich von Dieburg

Lage und Verkehrslage

Dorf mit geschlossener Ortslage in der Ebene unmittelbar vor den östlichen Ausläufern des Odenwaldes im Lößgebiet

Historische Namensformen

  • Rychen (2. Hälfte 14. Jahrhundert)
  • Ryechin (1353)
  • Rychen (1422)
  • Riechen (1495)
  • Riechen
  • Richen (1533)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3494609, 5527905
UTM: 32 U 494536 5526133
WGS84: 49.887573° N, 8.923938° O

Statistik

Ortskennziffer

432010080

Flächennutzungsstatistik

  • 1854 (Morgen): 2330, davon 1378 Acker, 798 Wiesen, 154 Wald
  • 1961 (Hektar): 600, davon 81 Wald (= 13.50 %)

Einwohnerstatistik

  • 1633: 94 Einwohner
  • 1829: 507 Einwohner
  • 1961: 804, davon 556 evangelisch (= 69.15 %), 217 katholisch (= 26.99 %)
  • 1970: 1275 Einwohner

Diagramme

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1524: zum Breitwieser Feld- und Markgericht
  • 1621: zum Amt Umstadt
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Obere Grafschaft Katzenelnbogen und Kurfürstentum Pfalz gemeinschaftlich je zur Hälfte, Oberamt Umstadt
  • 1803: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Provinz Starkenburg, Oberamt Umstadt (inklusive des kurpfälzischen Anteils)
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Amt Umstadt
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Amt Umstadt
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landratsbezirk Dieburg
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Dieburg
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Dieburg
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Dieburg
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Dieburg
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Dieburg
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Dieburg
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Darmstadt-Dieburg

Altkreis

Dieburg

Gemeindeentwicklung

Am 1.1.1977 zur Stadt Gross-Umstadt

Gericht

  • Centgericht Umstadt
  • 1821: Landgericht Umstadt
  • 1879: Amtsgericht Gross-Umstadt
  • 1970: Amtsgericht Dieburg

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • Um 1350 hat Winter von Wasen Einkünfte aus Richen. 1353 schenkt Heinrich von Wasen dem Nikolausaltar zu Babenhausen einen Hof mit Zubehör in Richen zu einer ewigen Frühmesse mit Willen des Ulrich von Hanau. 1392 empfängt Heinrich Groschlag von Dieburg seine früher Fuldischen Lehen von Pfalzgraf Ruprecht. 1576 haben Pfalzgrafschaft und Landgrafschaft Hessen die Hohe und Niedere Gerichtsbarkeit.
  • Begütert waren daneben die von Wasen, Meilbach von Heumadten, die Groschlag und Wambold.

Zehntverhältnisse

1495 fällt der Weinzehnte zu Richen in den Weinzehnten zu Umstadt. 1576 haben die Pfalzgrafen und die Landgrafen von Hessen den Weinzehnten, den Fruchtzehnten hingegen Ulrich von Hebersdorf und die Erben des Friedrich von Ratzenberg inne.

Kirche und Religion

Ortskirchen

  • 1653: Kirchenbau
  • 1758: Kirchenneubau

Pfarrzugehörigkeit

1524: Filiale von Gross-Umstadt, ab 1525 Klein-Umstadt

Patronat

Das Patronatsrecht hatten die Pfalzgrafen inne.

Bekenntniswechsel

Da Filial von Klein-Umstadt, Einführung der Reformation vermutlich Mitte des 16. Jahrhunderts.

Kirchliche Mittelbehörden

Archidiakonat St. Peter und Alexander in Aschaffenburg, Landkapitel Montat

Kultur

Schulen

1910 einklassige Volksschule; Schulhaus von 1893

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Richen, Darmstadt-Dieburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/13452_richen> (aufgerufen am 05.05.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/13452