Dickschied

Dorf · 400 m über NN  
Gemarkung
Dickschied-Geroldstein
Gemeinde
Heidenrod
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Dorf

Lagebezug

9 km südwestlich von Bad Schwalbach

Lage und Verkehrslage

Geschlossene Siedlung mit regelhaften Grundrißmerkmalen nördlich des Wisperstales auf einem Hochplateau.

Ersterwähnung

(1250-1260)

Siedlungsentwicklung

Bereits 1843 wird Dickschied zusammen mit Geroldstein genannt und war mit diesem zu einer Landgemeinde vereinigt. Am 31.12.1971 zur neugebildeten Gemeinde Heidenrod.

Historische Namensformen

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3424828, 5554749
UTM: 32 U 424783 5552967
WGS84: 50.124175° N, 7.947744° O

Statistik

Ortskennziffer

43900502003

Einwohnerstatistik

  • 1583: 10 Hausgesäße
  • 1809: 254 Einwohner (zzgl. 8 Juden)
  • 1827: 364 (mit Geroldstein)
  • 1846: 479
  • 1871: 400
  • 1895: 382

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1530: Hessische Niedergrafschaft, Amt Hohenstein
  • 1629: Hessische Niedergrafschaft, Amt Hohenstein
  • 1806-1813: Kaiserreich Frankreich, Niedergrafschaft Katzenelnbogen (sog. pays reservés unter dem vom Departement Donnersberg beauftragten Präfekten Balthasar Pietsch; Verwaltung in Langenschwalbach)
  • 1816: Herzogtum Nassau, Amt Langenschwalbach
  • 1849: Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk VI (Kreisamt Langen-Schwalbach)
  • 1854: Herzogtum Nassau, Amt Langenschwalbach
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden,Untertaunuskreis
  • 1968: Regierungsbezirk Darmstadt, Untertaunuskreis
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Rheingau-Taunus-Kreis

Altkreis

Untertaunuskreis

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • Im Teilungsvertrag zwischen Dieter und Eberhard von Katzenelnbogen (1250-1260) erhält Graf Dieter das Dorf (Nieder-) Meilingen mit Zubehör und der Petrissa (Paza) zu Dickschied mit ihren Kindern. Ebenso erhält er das Dorf Egenroth mit Wigmann zu Dickschied mit Frau und Kindern und dessen Bruder Heinrich mit den Kindern seiner früheren Frau.
  • 1361 im Weistum des Vierherrengedings auf dem Einrich genannt. 1373 ist das Gericht Dickschied katzenelbogisches Lehen der Herren von Gerolstein. Nach dem Tode des letzten Gerolsteiners Wilhelm Heidrich 1569 kamen als katzenelnbogisches Lehen Burg und Tal Gerolstein mit ihrem Bezirk sowie Dorf und Gericht Dickschied an Hessen zurück.

Kirche und Religion

Ortskirchen

  • 1329: Pfarrer
  • 1557: Kapelle

Pfarrzugehörigkeit

1583 zum Kirchspiel Zorn gehörig. Anfang des 17. Jahrhunderts gehörten Hilgenroth, Nauroth und Schönberger Hof zum Kirchspiel, 1629 auch Geroldstein.

Patronat

Das Patronatsrecht hatte zunächst das Kloster, dann das Hospital Gronau.

Bekenntniswechsel

Erster evangelischer Pfarrer: Sebastian Thorn 1534-1546
Reformierter Bekenntniswechsel: 1605(?), 1626 wieder lutherisch.

Kirchliche Mittelbehörden

Erzdiözese Trier, Archidiakonat St. Lubentius in Dietkirchen, Dekanat Marienfels

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Dickschied, Rheingau-Taunus-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/11084_dickschied> (aufgerufen am 05.05.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/11084