Dickschied

Die Lage von Dickschied im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Dorf
Lagebezug
9 km südwestlich von Bad Schwalbach
Lage und Verkehrslage
Geschlossene Siedlung mit regelhaften Grundrißmerkmalen nördlich des Wisperstales auf einem Hochplateau.
Ersterwähnung
(1250-1260)
Siedlungsentwicklung
Bereits 1843 wird Dickschied zusammen mit Geroldstein genannt und war mit diesem zu einer Landgemeinde vereinigt. Am 31.12.1971 zur neugebildeten Gemeinde Heidenrod.
Historische Namensformen
- Dikenscheid, in und Dickenscheid (um 1260) [Demandt, Regesten Katzenelnbogen 1, S. 96-101, Nr. 139]
- Dickenschiet (1347)
- Dickenscheyt (1361)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3424828, 5554749
UTM: 32 U 424783 5552967
WGS84: 50.124175° N, 7.947744° O
Statistik
Ortskennziffer
43900502003
Einwohnerstatistik
- 1583: 10 Hausgesäße
- 1809: 254 Einwohner (zzgl. 8 Juden)
- 1827: 364 (mit Geroldstein)
- 1846: 479
- 1871: 400
- 1895: 382
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1530: Hessische Niedergrafschaft, Amt Hohenstein
- 1629: Hessische Niedergrafschaft, Amt Hohenstein
- 1806-1813: Kaiserreich Frankreich, Niedergrafschaft Katzenelnbogen (sog. pays reservés unter dem vom Departement Donnersberg beauftragten Präfekten Balthasar Pietsch; Verwaltung in Langenschwalbach)
- 1816: Herzogtum Nassau, Amt Langenschwalbach
- 1849: Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk VI (Kreisamt Langen-Schwalbach)
- 1854: Herzogtum Nassau, Amt Langenschwalbach
- 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden,Untertaunuskreis
- 1968: Regierungsbezirk Darmstadt, Untertaunuskreis
- 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Rheingau-Taunus-Kreis
Altkreis
Untertaunuskreis
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- Im Teilungsvertrag zwischen Dieter und Eberhard von Katzenelnbogen (1250-1260) erhält Graf Dieter das Dorf (Nieder-) Meilingen mit Zubehör und der Petrissa (Paza) zu Dickschied mit ihren Kindern. Ebenso erhält er das Dorf Egenroth mit Wigmann zu Dickschied mit Frau und Kindern und dessen Bruder Heinrich mit den Kindern seiner früheren Frau.
- 1361 im Weistum des Vierherrengedings auf dem Einrich genannt. 1373 ist das Gericht Dickschied katzenelbogisches Lehen der Herren von Gerolstein. Nach dem Tode des letzten Gerolsteiners Wilhelm Heidrich 1569 kamen als katzenelnbogisches Lehen Burg und Tal Gerolstein mit ihrem Bezirk sowie Dorf und Gericht Dickschied an Hessen zurück.
Kirche und Religion
Ortskirchen
- 1329: Pfarrer
- 1557: Kapelle
Pfarrzugehörigkeit
1583 zum Kirchspiel Zorn gehörig. Anfang des 17. Jahrhunderts gehörten Hilgenroth, Nauroth und Schönberger Hof zum Kirchspiel, 1629 auch Geroldstein.
Patronat
Das Patronatsrecht hatte zunächst das Kloster, dann das Hospital Gronau.
Bekenntniswechsel
Erster evangelischer Pfarrer: Sebastian Thorn 1534-1546
Reformierter Bekenntniswechsel: 1605(?), 1626 wieder lutherisch.
Kirchliche Mittelbehörden
Erzdiözese Trier, Archidiakonat St. Lubentius in Dietkirchen, Dekanat Marienfels
Nachweise
Literatur
- Kehrein, Nassauisches Namenbuch, S. 181,
- Bach, Siedlungsnamen, S. 74,
- Kleinfeldt, Kirchenorganisation, S. 185,
- Vogel, Beschreibung Nassau, S. 619,
- Sponheimer, Landesgeschichte, S. 229,
- Denkmaltopographie Rheingau-Taunus-Kreis 2, S. 181-183,
- Diehl, Pfarrer- und Schulmeisterbuch für die acquirierten Lande und die verlorenen Gebiete, S. 295
Siehe auch
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Orte
Personen
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Dickschied, Rheingau-Taunus-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/11084_dickschied> (aufgerufen am 05.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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