Geroldstein

Die Lage von Geroldstein im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Dorf
Lagebezug
10 km südwestlich von Bad Schwalbach
Lage und Verkehrslage
Kleine Siedlung im engen Wispertal mit Burganlage im Süden
Ersterwähnung
(um 1215)
Siedlungsentwicklung
Weiler unter der gleichnamigen Burg. Bereits 1843 wird Geroldstein zusammen mit Dickschied genannt und war mit diesem zu einer Landgemeinde vereinigt
Historische Namensformen
- Gerhartstein, de (um 1215) [Fabricius, Güter-Verzeichnisse und Weistümer der Wild- und Rheingrafschaft, S. 16]
- Gerhardesstein (1262)
- Gerartstein (1321)
- Gerstein (um 1585)
- Gierstein (1626)
- Gerolstein (1629)
Bezeichnung der Siedlung
- Tal
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3424138, 5553029
UTM: 32 U 424093 5551248
WGS84: 50.108626° N, 7.938439° O
Statistik
Ortskennziffer
43900502001
Einwohnerstatistik
- 1587: 2 Hausgesäße
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1629: Hessische Niedergrafschaft, Amt Hohenstein
- 1787: Kurfürstentum Mainz, Unteres Erzstift, Vizedomamt Rheingau, Amtskellerei Eltville und Amtsvogtei Erbach (links der Wisper, rechts der Wisper: Landgrafschaft Hessen-Rheinfels-Rotenburg unter der Oberhoheit des Landgrafen Hessen-Kassel)
- 1806-1813: Kaiserreich Frankreich, Niedergrafschaft Katzenelnbogen (sog. pays reservés unter dem vom Departement Donnersberg beauftragten Präfekten Balthasar Pietsch; Verwaltung in Langenschwalbach)
- 1816: Herzogtum Nassau, Amt Langenschwalbach
- 1849: Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk VI (Kreisamt Langen-Schwalbach)
- 1854: Herzogtum Nassau, Amt Langenschwalbach
- 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden,Untertaunuskreis
- 1968: Regierungsbezirk Darmstadt, Untertaunuskreis
- 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Rheingau-Taunus-Kreis
Altkreis
Untertaunuskreis
Gemeindeentwicklung
Am 31.12.1971 zur neu gebildeten Gemeinde Heidenrod
Gericht
- 1816: Amt Eltville
- 1817: Amt Langenschwalbach
- 1849: Justizamt Langenschwalbach
- 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Langenschwalbach
- 1867: Amtsgericht Langenschwalbach
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- Die Herren von Gerolstein hatten die Burg im Wispertal als Lehen von Katzenelnbogen inne. Nach dem Tode des letzten Gerolsteiners Wilhelm Heidrich 1569 kamen als katzenelnbogisches Lehen Burg und Tal Gerolstein mit ihrem Bezirk sowie Dorf und Gericht Dickschied an Hessen zurück.
Kirche und Religion
Ortskirchen
- 1329: Kaplan erwähnt (Existenz einer Kapelle 1301 nicht gesichert)
- 1899: Kapellenbau
Pfarrzugehörigkeit
1629 zu Dickschied gehörig
Bekenntniswechsel
Einführung der Reformation vermutlich Mitte des 16. Jahrhunderts.
Kirchliche Mittelbehörden
Erzdiözese Trier, Archidiakonat St. Lubentius in Dietkirchen, Dekanat Marienfels, Kirchspiel Dickschied
Wirtschaft
Schmelzhütte und Waldschmiede 1589 angesiedelt, bis 1634 in Betrieb
Nachweise
Literatur
- Kehrein, Nassauisches Namenbuch, S. 200
- Kleinfeldt, Kirchenorganisation, S. 185
- Bach, Siedlungsnamen, S. 75
- Vogel, Beschreibung Nassau, S. 619
- Sponheimer, Landesgeschichte, S. 232-233
- Knappe, Burgen in Hessen
- Denkmaltopographie Rheingau-Taunus-Kreis 2, S. 184-185
- Biller, Burgen im Taunus, S. 79-81
- Herchenröder, Rheingaukreis, S. 49
- Herrmann, Burg Haneck
- Roser, Burg Rheinberg, S. 19-22
- Sante, Hessen. 2. Aufl., S. 170-171
Siehe auch
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Orte
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Geroldstein, Rheingau-Taunus-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/10854_geroldstein> (aufgerufen am 30.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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