Oberallendorf
Wüstung
Gemarkung
Allendorf (Eder) Gemeinde
Allendorf (Eder) Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff. Verortung
Externe Kartenangebote
Die Lage von Oberallendorf im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
9 km südwestlich von Frankenberg (Eder)
Lage und Verkehrslage
Am Linspherbach zwischen Allendorf (Eder) und Osterfeld
Weitere Namen
Allendorf, Ober-
Vorbemerkung Historische Namensformen
vgl. auch Allendorf (Eder)
Historische Namensformen
- superiori Aldendorf, in (1308) [Wyss, Urkundenbuch der Deutschordens-Ballei 2, S. 100-101, Nr. 136]
- Obernaldendorf (1318) [Regest im Repertorium Klosterarchive 3: Oberhessische Klöster, Band 1, S. 128, Nr. 392]
- Oberaltendorf (1337) [Schreibweise nach Archivregest HHStAW Bestand 170 II Nr. 1337]
- Oberin Aldindorf (1358) [Klosterarchive 6: Kloster Haina, Bd. 2,1, S. 253, Nr. 649]
- Obernaldendorf, zu (1359) [Baur, Hessische Urkunden 1 (Starkenburg und Oberhessen), S. 625, Nr. 935 = HStAM Bestand Urk. 49 Nr. 3]
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3475857, 5656884
UTM: 32 U 475792 5655061
WGS84: 51.046579° N, 8.654668° O
Statistik
Ortskennziffer
63500101001
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- Um 1400: Amt Battenberg
Altkreis
Frankenberg
Gericht
- Um 1400: Gericht Battenberg
Herrschaft
- 1479 wird ein Gut zu Oberallendorf erwähnt, dessen Gefälle als Lehen an die Herren von Biedenfeld als Burgmannen zu Frankenberg ausgetan sind. 1491 gibt Landgraf Wilhelm III. von Hessen wie bereits unter seinen Vorfahren einen Hof zu Berghofen und einen Hof zu Ober-Allendorf (wüst) als Mannlehen an die Herren von Biedenfeld aus (Landgrafen-Regesten online Nr. 7707). 1498 erhalten Hans von Liederbach und Konrad von Rolshausen dieses Lehen der Biedenfeld (Landgrafen-Regesten online Nr. 7824). 1501 erhalten die Milchling von Schönstadt dieses Lehen [HStAM Bestand Urk. 129 Nr. 244]. Ein weiteres Gut wird 1507 von Graf Johann V. von Nassau an Hartmann von Hohenfels verliehen [HHStAW Bestand 170 I Nr. U 2618].
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1308 erhält das Deutschordenshaus in Marburg von den Herren von Diedenshausen einen Hof in Oberallendorf.
- Vermutlich 1358 gelangt ein (1402 auch nachweibares) Gut in Oberallendorf an Kloster Haina.
- 1318 übergeben die Brüder und Ritter Gerlach und Eberhard von Viermünden dem Kloster Georgenberg ihren Hof in Oberallendorf.
- 1337 belehnt Graf Heinrich von Nassau Rudolf und Johann von Helfenberg u.a. mit Gütern in Oberallendorf.
- 1365 stiften der Ritter Heinrich von Wolmeringhausen, seine Frau Gertrud und seine Schwester Jutta dem Johanniterhaus in Wiesenfeld zum Seelgerät ihrer Vorfahren eine Gülte aus ihrem Hof in Oberallendorf. 1484 verpfänden Komtur und Konventsherren des Johanniterhauses Wiesenfeld aus Not ihr Gut auf der Aue vor Oberallendorf an Hein Kämmerer aus Röddenau.
Kirche und Religion
Kirchliche Mittelbehörden
15. Jahrhundert: Dekanat Battenfeld
Nachweise
Literatur
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Oberallendorf, Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/1006_oberallendorf> (aufgerufen am 08.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/1006