Sadel: obig dem Sattel
Beleg
Standard-Flurname
Sadel
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1791
Quelle
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 248/2, Nr. 6.
Weitere Belege
- AM SATTEL
- 1790: im Sattel [Wiese]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 248/2, Nr. 6., fol. 1 - 1791: im Sattel [Wiese]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 248/2, Nr. 6., fol. 6 - 1798: am Seidel [Acker]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 248/2, Nr. 6., fol. 25
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Sadel
Die FlN haben unterschiedliche Bedeutungen. Zumeist gehen sie auf das veraltete Ackermaß mhd. sâtel, sâtele st. M.N. ‚Saatel, ein bestimmtes Ackermaß‘ zurück, das mundartlich lenisiert sadel lautet. Es kann auch ‚länglicher Ackerstreif‘ bedeuten (vgl. Lang-Sadel). Wenn nicht schon von vornherein die entsprechende Form namengebend gewesen ist, wurden manche der Namen später an Sattel, mhd. satel st. M., mhd. auch sadel, angelehnt. Der Beleg in Langgöns bi der sedelin geht vermutlich zurück auf mhd. sedel, sedile st. sw. M.N. ‚Sitz, Landwohnsitz‘.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Sadel: obig dem Sattel (Schwalbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/98587_obig-dem-sattel> (aufgerufen am 13.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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