Sadel: AM SATTEL [uem soall]

Rezenter Beleg aus Schwalbach  
Gemeinde
Schöffengrund
Landkreis
Lahn-Dill-Kreis
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Sadel

Belegort

Belegtyp

rezent

Weitere Belege

  • 1790: im Sattel [Wiese]
    Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 248/2, Nr. 6., fol. 1
  • 1791: obig dem Sattel [Acker]
    Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 248/2, Nr. 6., fol. 6
  • 1791: im Sattel [Wiese]
    Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 248/2, Nr. 6., fol. 6
  • 1798: am Seidel [Acker]
    Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 248/2, Nr. 6., fol. 25

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Sadel

Die FlN haben unterschiedliche Bedeutungen. Zumeist gehen sie auf das veraltete Ackermaß mhd. sâtel, sâtele st. M.N. ‚Saatel, ein bestimmtes Ackermaß‘ zurück, das mundartlich lenisiert sadel lautet. Es kann auch ‚länglicher Ackerstreif‘ bedeuten (vgl. Lang-Sadel). Wenn nicht schon von vornherein die entsprechende Form namengebend gewesen ist, wurden manche der Namen später an Sattel, mhd. satel st. M., mhd. auch sadel, angelehnt. Der Beleg in Langgöns bi der sedelin geht vermutlich zurück auf mhd. sedel, sedile st. sw. M.N. ‚Sitz, Landwohnsitz‘.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Sadel: AM SATTEL (Schwalbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/98586_am-sattel> (aufgerufen am 13.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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