Windecke-Stede: hinder der stede Wnecke

Historischer Beleg aus Windecken  
Gemeinde
Nidderau
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Windecke-Stede

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1343

Quelle

Reimer, Heinrich: Urkundenbuch zur Geschichte der Herren von Hanau und der ehem. Provinz Hanau. Bd. 2. 1301-1349. Leipzig 1892.

Deutungen

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Stede

Die Vorkommensstreuung weist eine auffällige Konzentration auf das nördliche Ried auf. Die Namen stellen sich mit mehr oder weniger großer Wahrscheinlichkeit zu ahd. stad, stado, mhd. stade sw. M. ‚Gestade, Ufer‘, stete st. sw. F. ‚Stätte, Platz, Gestade, Ufer‘, wobei letztere Form die umgelautete Variante ist. In Hessen war das Wort früher bekannt, ist jetzt aber untergegangen. Die umgelautete Stede-Variante herrscht in den FlN eindeutig vor. Stade/Stede bezeichnet neben ‚Ufer‘ auch rainartige Hänge. - Wenn der Beleg Trebur 1277 iuxta Stadelangen zum rezenten FlN in Astheim gehört, ist dieser im Sinne von ‚Grundstück entlang eines Stadens‘ zu deuten (vgl. Weglang).

Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)

Stede

Karte 85

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Windecke-Stede: hinder der stede Wnecke (Windecken)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/9852_hinder-der-stede-wnecke> (aufgerufen am 04.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/9852