Habicht-Tal: DAS HABICHTSTAL [əm 'hɔːbɪʃds,dɔːl]
Weitere Belege
- 1349: den Habichental
Reimer, Heinrich: Urkundenbuch zur Geschichte der Herren von Hanau und der ehem. Provinz Hanau. Bd. 2. 1301-1349. Leipzig 1892., S. 800 - um 1460: im habychger dale
Clemm, Ludwig: Die Urkunden der Prämonstratenserstifte Ober- und Nieder- Ilbenstadt 1450-1806. In: Archiv für Hessische Geschichte, NF 15 (1926). S. 147-224, 385-517., S. 419 - 1768: im Habüchsthal [Acker]
Staatsarchiv Marburg, Karten, A II 1640., fol. 3 - 1858: Im Habichtsthal
Staatsarchiv Marburg, Karten, A II 27., Nr. 13
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Habicht
Zu ahd. habuh, habech, mhd. habech, habich st. M. ‚Habicht‘. Namengebend war der dort vorkommende Raubvogel.
Tal
Zu ahd. mhd. tal st.N. st. M. ‚Tal, Niederung, zwischen Anhöhen liegendes Tiefland‘. Wie nhd. als Bezeichnung der relativen Lage für tiefer gelegenes Gelände.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Habicht
Zu ahd. habuh, habech, mhd. habech, habich st. M. ‚Habicht‘, südhess. verbreitet /hɑbç/ u. ä. Namengebend war der dort vorkommende Raubvogel.
Tal
Zu ahd. mhd. tal st. N. st. M. ‚Tal, Niederung, zwischen Anhöhen liegendes Tiefland‘. Wie nhd. als Bezeichnung der relativen Lage für tiefer gelegenes Gelände. Die Thaler-Belege in Dornheim und Mosbach zeigen vermutlich eine sekundäre Pluralbildung. Die Abgrenzung zu Dohl ‚Abzugsgraben‘ ist wegen der mundartlichen Hebung von /ɑ/ > /o/ in Tal nicht immer sicher.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Habicht-Tal: DAS HABICHTSTAL (Windecken)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/9550_das-habichtstal> (aufgerufen am 04.06.2026)
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