Mauer-Ort: Mauer-Ort [ʊf də 'maʊərs,ʊrd]
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Mauer
Zu ahd. mûra, mhd. mûre, mûr st. sw. F. ‚Mauer‘, eine Entlehnung aus lat. murus. Die FlN beziehen sich auf Mauern, die zur Begrenzung und Sicherung der Flurstücke dienten. Gelegentlich verweisen die Namen aber auch auf römische oder frühmittelalterliche Siedlungsreste; so in Inheiden, wo bis ins 18. Jahrhundert römische Mauerreste zu sehen gewesen sein sollen.
Ort
Zu ahd. ort ‚Spitze, Endpunkt, Ecke‘, mhd. ort st. N. M. ‚äußerster Anfangs- und Endpunkt, Rand, Stelle‘, nhd. ‚Ort, Dorf, Stelle‘; in Nordhessen auch Bezeichnung für ein Pflanzbeet. - In den belegten Vorkommen bezieht sich der Name meist auf die Dorflage.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Mauer
Zu ahd. mûra, mhd. mûre, mûr st. sw. F. ‚Mauer‘, einer Entlehnung aus lat. mūrus. Die FlN beziehen sich auf Mauern, die zur Begrenzung und Sicherung der Flurstücke dienten. Gelegentlich, wie wohl etwa in Sprendlingen, verweisen die Namen aber auch auf römische oder frühmittelalterliche Siedlungsreste. Die Zugehörigkeit der Belege aus Babenhausen ist nicht sicher, zumindest die jüngeren Belege beruhen auf einer Umdeutung, vielleicht nach dem FamN Mauer. Dieser liegt wohl auch den FlN in Hergershausen, Schlierbach(DAD), vielleicht Sickenhofen, zu Grunde.
Ort
Zu ahd. ort ‚Spitze, Endpunkt, Ecke‘, mhd. ort st. N. M. ‚äußerster Anfangs- und Endpunkt, Rand, Stelle‘, nhd. Ort ‚Dorf, Stelle‘. Die Belege aus Mittershausen, Wald-Michelbach und Zotzenbach spiegeln die frühere Bedeutung des Wortes: Die Flurstücke liegen am äußeren Rand der Gemarkung
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Mauer-Ort: Mauer-Ort (Oberwetz)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/94490_mauer-ort> (aufgerufen am 05.11.2026)
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