Stollen-Sadel: in der Stolnsadell
Beleg
Standard-Flurname
Stollen-Sadel
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1660
Quelle
Fürstliches Archiv Braunfels, 63.9; Kirchensachen III, 664.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Sadel
Die FlN haben unterschiedliche Bedeutungen. Zumeist gehen sie auf das veraltete Ackermaß mhd. sâtel, sâtele st. M.N. ‚Saatel, ein bestimmtes Ackermaß‘ zurück, das mundartlich lenisiert sadel lautet. Es kann auch ‚länglicher Ackerstreif‘ bedeuten (vgl. Lang-Sadel). Wenn nicht schon von vornherein die entsprechende Form namengebend gewesen ist, wurden manche der Namen später an Sattel, mhd. satel st. M., mhd. auch sadel, angelehnt. Der Beleg in Langgöns bi der sedelin geht vermutlich zurück auf mhd. sedel, sedile st. sw. M.N. ‚Sitz, Landwohnsitz‘.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Stollen-Sadel: in der Stolnsadell (Oberquembach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/93156_in-der-stolnsadell> (aufgerufen am 04.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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