Jäger-Gut: Von Jägerß Gut
Beleg
Standard-Flurname
Jäger-Gut
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1536, kopial 1747
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, C 3, Nr. 83.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Gut
Zu ahd. mhd. guot ‚gut‘. Das Adjektiv bezieht sich auf die gute Qualität der benannten Objekte. Die Verbindung Gute Leute, auch Gutmann, bezeichnet euphemistisch Aussätzige und Leprakranke, die wegen der Ansteckungsgefahr in Siechenhäusern außerhalb der Ortschaften untergebracht waren.
Jäger
Zu ahd. jagere, mhd. jegere, jeger st. M. ‚Jäger‘ oder aus dem daraus abgeleiteten FamN. Es handelt sich meist um Besoldungsstücke für dörfliche oder herrschaftliche Jäger und Förster bzw. um Wege und Aufenthaltsorte der Jäger.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Gut
Zu ahd. mhd. guot ‚gut‘. Das Adjektiv bezieht sich auf die gute Qualität der benannten Objekte. In Wald-Erlenbach liegt eher der FamN Gutschneider vor. Als GT bezieht sich Gut durchweg auf Besitz: mhd. guot st. N. ‚Gut, Vermögen, Besitz‘.
Jäger
Zu ahd. jagere, mhd. jegere, jeger st. M. ‚Jäger‘ oder dem daraus abgeleiteten FamN. Es handelt sich meist um Besoldungsstücke für dörfliche oder herrschaftliche Jäger und Förster. Die Belege für Jägerschneisen und -pfade beziehen sich auf Wege im Jagdbezirk. Jägerhaus und -hütte erinnern an Wohnhäuser der Jäger bzw. an Hütten, die während einer Jagd als Unterkünfte dienten. Das Jäger Thor in Darmstadt ist nach dem neben dem Stadttor gelegenen Jägerhaus benannt
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Jäger-Gut: Von Jägerß Gut (Darsberg)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/82315_von-jaegerss-gut> (aufgerufen am 04.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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