Schemel-Wiese: vß der Schemels weßen
Beleg
Standard-Flurname
Schemel-Wiese
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1527
Quelle
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 171, Nr. P 71.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünfläche‘.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Schemel
Während der GassenN in Darsberg auch zu einem FamN gehören kann, sind die beiden anderen FlN eindeutig zu ahd. scamel, mhd. schamel, schemel st. M. ‚Schemel‘ zu stellen. Das aus lat. scamellum ‚Bänkchen‘ früh entlehnte Wort begegnet in der Germania romana meist in Bezug auf Weinbau und bezeichnet terrassenförmige, oft schmale, lang gestreckte Grundstücke. Auch die beiden FlN haften an langen Fluren mit durch einzelne Lachen bedingte leichte Stufen am Rand.
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünlandfläche‘. Neben das Simplex und die zahlreichen Komposita treten die Diminutivformen Wieschen, Wießgen und Wiesel. Die zusammengehörigen Belege aus Auerbach und Bensheim zeigen einen zersprochenen Namen, dessen Zugehörigkeit zu Wiese im BT unsicher ist. Den ältesten Belegen aus Rüsselsheim liegt ein FamN Wiese zu Grunde.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Schemel-Wiese: vß der Schemels weßen (Hörbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/80407_vss-der-schemels-wessen> (aufgerufen am 30.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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