Faul-Placke: aufm faulen Placken
Beleg
Standard-Flurname
Faul-Placke
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1790
Quelle
Jung (1985): Stadtarchiv Gießen, Abteilung Allendorf.
Weitere Belege
- Auf dem faulen Placken
- 1839: auf dem faulen Blacken
Jung (1985): Staatsarchiv Darmstadt, G 28 Amtsgerichte., 51
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Faul
Zu ahd. fûl, mhd. vûl ‚faul, verfault‘. Es handelt sich um unfruchtbare, sumpfige Flurstücke.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Faul
Zu ahd. fûl, mhd. vûl ‚faul, verfault‘. Es handelt sich um unfruchtbare, sumpfige Flurstücke. In Verbindung mit Gewässern - etwa der faule Graben in Darmstadt - dürfte von stehendem, verschlammtem Wasser auszugehen sein. Unklar ist die Belegreihe aus Arheilgen, wo nur die mündliche Form eindeutig mit faul zu verbinden ist. Die historischen Belege legen die Herleitung von einem FamN Faubel nahe.
Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)
Placke
Karte 51
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Faul-Placke: aufm faulen Placken (Klein-Linden)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/785398_aufm-faulen-placken> (aufgerufen am 05.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/785398