Faul-Placke: auf dem faulen Blacken

Historischer Beleg aus Klein-Linden  
Gemeinde
Gießen
Landkreis
Gießen
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Faul-Placke

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1839

Quelle

Jung (1985): Staatsarchiv Darmstadt, G 28 Amtsgerichte.

Weitere Belege

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Faul

Zu ahd. fûl, mhd. vûl ‚faul, verfault‘. Es handelt sich um unfruchtbare, sumpfige Flurstücke.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Faul

Zu ahd. fûl, mhd. vûl ‚faul, verfault‘. Es handelt sich um unfruchtbare, sumpfige Flurstücke. In Verbindung mit Gewässern - etwa der faule Graben in Darmstadt - dürfte von stehendem, verschlammtem Wasser auszugehen sein. Unklar ist die Belegreihe aus Arheilgen, wo nur die mündliche Form eindeutig mit faul zu verbinden ist. Die historischen Belege legen die Herleitung von einem FamN Faubel nahe.

Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)

Placke

Karte 51

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Faul-Placke: auf dem faulen Blacken (Klein-Linden)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/785396_auf-dem-faulen-blacken> (aufgerufen am 05.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/785396