Schepp-Baum: beim Scheppenbaum
Beleg
Standard-Flurname
Schepp-Baum
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1792
Quelle
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 166/167, Akten, Nr. 3492.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Baum
Zu ahd. mhd. boum st. M. ‚Baum‘. Die jungen FlN Baumacker und Baumstück kennzeichnen im Gegensatz zu Bangert (s.d.) nicht gefriedete Obstbaumanlagen. Baum als Simplex steht dagegen für einzeln stehende, besonders auffällige Bäume.
Schepp
Das aus dem Niederdt. ins Mitteldt. und Oberdt. gekommene Adjektiv ahd. scief, mhd. schief ‚schief, ungerade, verkehrt‘ hat im Hess. durch Verschlusslautbildung /f/ > /b/ (als Intensivbildung?) in frühnhd. Zeit die heute allein geltende Dialektform schepp erhalten.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Baum
Zu ahd. mhd. boum st. M. ‚Baum‘. Die jungen FlN Baumacker und Baumstück kennzeichnen im Unterschied zu Bangert nicht gefriedete Obstbaumanlagen. Baum als Simplex steht dagegen wie in Biebesheim am Rhein, Dietzenbach, Klein-Zimmern, Pfungstadt und Rembrücken für einzeln stehende, besonders auffällige Bäume.
Schepp
Das aus dem Niederdt. ins Mitteldt. und Oberdt. gekommene Adjektiv ahd. scief, mhd. schief ‚schief, ungerade, verkehrt‘ hat im Hesselbach. durch Verschlusslautbildung /f/ /b/ (als Intensivbildung?) in fnhd. Zeit die heute allein geltende Dialektform schepp erhalten. Wenn der Beleg aus Darmstadt hierher gehört, handelt es sich um ein ungewöhnlich frühes Vorkommen der Form mit Verschlusslaut.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Schepp-Baum: beim Scheppenbaum (Wißmar)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/785207_beim-scheppenbaum> (aufgerufen am 07.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/785207