Klaff-Woog: yn dem claffenwage

Historischer Beleg aus Trais-Horloff  
Gemeinde
Hungen
Landkreis
Gießen
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Klaff-Woog

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

kopial 14. Jahrhundert

Quelle

Arnsburger Urbar

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Klaff

Vielleicht zu ahd. klaffôn, klapfôn, mhd. Verb klaffen ‚schallen, tönen, klappern‘ als Kennzeichnung der Wassergeräusche. Der Name ist dann gekürzt aus dem Partizip 1 von klaffen: *(ze deme) claffenden wâge.

Woog

Zu ahd. wâg, wâc ‚Wasser, Flut, See‘, mhd. wâc st. M. ‚bewegtes, wogendes Wasser, Strömung, Flut, Woge, Strom, Fluss, Meer, See, Teich‘. Speziell auch ‚tiefe Stelle im Bach‘ oder ‚tiefe Stelle in Fluss oder Teich‘. Das Wort erscheint in den ältesten Belegen in seiner ursprünglichen Form. Später weist es einen zu /o/ verdumpften Stammvokal auf.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Woog

Zu ahd. wâg, wâc ‚Wasser, Flut, See‘, mhd. wâc st. M. ‚bewegtes, wogendes Wasser, Strömung, Flut, Woge, Strom, Fluss, Meer, See, Teich‘. Das Wort erscheint in Südhessen meist mit zu /o/ verdumpftem Stammvokal als Woog. Bei Namen als Simplex handelt es sich in der Regel um Fischteiche oder Stauweiher.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Klaff-Woog: yn dem claffenwage (Trais-Horloff)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/782013_yn-dem-claffenwage> (aufgerufen am 04.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/782013