Klaff-Woog: yn dem claffenwage
Beleg
Standard-Flurname
Klaff-Woog
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
kopial 14. Jahrhundert
Quelle
Arnsburger Urbar
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Klaff
Vielleicht zu ahd. klaffôn, klapfôn, mhd. Verb klaffen ‚schallen, tönen, klappern‘ als Kennzeichnung der Wassergeräusche. Der Name ist dann gekürzt aus dem Partizip 1 von klaffen: *(ze deme) claffenden wâge.
Woog
Zu ahd. wâg, wâc ‚Wasser, Flut, See‘, mhd. wâc st. M. ‚bewegtes, wogendes Wasser, Strömung, Flut, Woge, Strom, Fluss, Meer, See, Teich‘. Speziell auch ‚tiefe Stelle im Bach‘ oder ‚tiefe Stelle in Fluss oder Teich‘. Das Wort erscheint in den ältesten Belegen in seiner ursprünglichen Form. Später weist es einen zu /o/ verdumpften Stammvokal auf.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Woog
Zu ahd. wâg, wâc ‚Wasser, Flut, See‘, mhd. wâc st. M. ‚bewegtes, wogendes Wasser, Strömung, Flut, Woge, Strom, Fluss, Meer, See, Teich‘. Das Wort erscheint in Südhessen meist mit zu /o/ verdumpftem Stammvokal als Woog. Bei Namen als Simplex handelt es sich in der Regel um Fischteiche oder Stauweiher.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Klaff-Woog: yn dem claffenwage (Trais-Horloff)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/782013_yn-dem-claffenwage> (aufgerufen am 04.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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