Stink-Gasse: auf der stincke gaße

Historischer Beleg aus Reiskirchen  
Gemeinde
Reiskirchen
Landkreis
Gießen
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Stink-Gasse

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1766

Quelle

Staatsarchiv Darmstadt, C 4, Busecker Tal , Nr. 1.

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Gasse

Zu ahd. gazza, mhd. gazze sw. F. ‚Gasse‘ bzw. den Diminutiven Gässchen, Gässches, Gässi. Die FlN beziehen sich, soweit es sich nicht um Dorfgassen handelt, meist auf die schmalen Wege, die zwischen Hecken und Zäunen hindurchführten. Auch Pfade, auf denen das Vieh zur Weide geführt wurde, konnten als Gasse bezeichnet werden. - Vermengung mit dem Bei- und FamN Gasse ist im Einzelfall nicht auszuschließen, aber nicht sicher nachweisbar.

Stink

Der Name hängt wahrscheinlich mit dem starken Verb stinken, ahd. stinkan, mhd. stinken zusammen. Namengebend war dann ein unangenehmer Geruch in der Gasse.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Stink

Ob eine ‚stinkende Grube‘ namengebend war, ist unklar, dann zum starken Verb stinken, ahd. stinkan, mhd. stinken; möglicherweise aber auch nur Umdeutung aus *Steinkaute1.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Stink-Gasse: auf der stincke gaße (Reiskirchen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/778655_auf-der-stincke-gasse> (aufgerufen am 04.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/778655