Stink-Gasse: auf der stincke gaße
Beleg
Standard-Flurname
Stink-Gasse
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1766
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, C 4, Busecker Tal , Nr. 1.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Gasse
Zu ahd. gazza, mhd. gazze sw. F. ‚Gasse‘ bzw. den Diminutiven Gässchen, Gässches, Gässi. Die FlN beziehen sich, soweit es sich nicht um Dorfgassen handelt, meist auf die schmalen Wege, die zwischen Hecken und Zäunen hindurchführten. Auch Pfade, auf denen das Vieh zur Weide geführt wurde, konnten als Gasse bezeichnet werden. - Vermengung mit dem Bei- und FamN Gasse ist im Einzelfall nicht auszuschließen, aber nicht sicher nachweisbar.
Stink
Der Name hängt wahrscheinlich mit dem starken Verb stinken, ahd. stinkan, mhd. stinken zusammen. Namengebend war dann ein unangenehmer Geruch in der Gasse.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Stink
Ob eine ‚stinkende Grube‘ namengebend war, ist unklar, dann zum starken Verb stinken, ahd. stinkan, mhd. stinken; möglicherweise aber auch nur Umdeutung aus *Steinkaute
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Stink-Gasse: auf der stincke gaße (Reiskirchen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/778655_auf-der-stincke-gasse> (aufgerufen am 03.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/778655