Lochburg: vff der Lölchen burgk
Beleg
Standard-Flurname
Lochburg
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1591
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 160/7.
Weitere Belege
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Lochburg
Der große Grenzberg heißt heute in Grünberg Lochburg, in Queckborn Lilienburg. Die älteren Belege zeigen zunächst, dass Lilienburg eine neuzeitliche vielleicht poetisierende Umdeutung darstellt. Aber auch bei Lochburg hat eine Umdeutung stattgefunden. Sie ist dadurch bedingt, dass der historisch überlieferte BT Lölchen keinen Sinn ergeben will. Allerdings kann man ihn auf einen 1489 in Grünberg mehrfach belegten PN Hans Loley zurückführen, wobei *LoleyHenn kontrahiert wird zu *lol-hen‚, mit Abschwächung des Nebentons verstanden als *Lol-chen‘ und die Verkleinerungsform zur Grundlage für die Umlautung des Stamms nehmend: *Löl-chen. Die frühen Belege schwanken im GT zwischen -berg und -burg, was nicht ungewöhnlich ist (vgl. z. B. Badenburg). Denkbar, aber keine notwendige Annahme ist, dass Loleyshans hier ein (festes) Haus errichtet hat.
Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)
Lochburg
Karte 123
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Lochburg: vff der Lölchen burgk (Queckborn)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/777943_vff-der-loelchen-burgk> (aufgerufen am 01.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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