Gleiberg-Pfad: Am glyperger pade

Historischer Beleg aus Launsbach  
Gemeinde
Wettenberg
Landkreis
Gießen
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Gleiberg-Pfad

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1503

Quelle

Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 166/167, Akten, Nr. 3350.

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Gleiberg

Name der Burg und danach OrtsN Gleiberg, heute im DoppelN Krofdorf-Gleiberg. Der Name geht wohl auf ahd. gelîh, mhd. gelîch ‚gleich‘, aber auch ‚eben‘ zurück (s. gleich), obwohl keine einzige historische Form <(c)h>-Schreibung aufweist. In der Sache passt der Name aber, da die Burg auf einer Hochfläche errichtet ist. Die einzige echte Urkunde, in der die Schreibung <Glizberg> auftritt, ist zugleich die älteste. Es dürfte deshalb eine Verschreibung vorliegen.

Pfad

Zu ahd. p(h)ad, mhd. phat st. M.N. ‚Fußweg, Pfad‘, das vielleicht eine Entlehnung aus griech. patos ‚Weg‘ ist.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Pfad

Zu ahd. p(h)ad, mhd. phat st. M. N. ‚Fußweg, Pfad‘, das vielleicht eine Entlehnung aus griech. pátos ‚Weg‘ ist. Neben der standardsprachlichen Form mit anlautendem /pf/ aus /p/ stehen in der Mundart die Varianten /poːd/ und /peːd/. Die Belege aus FGesäß können daher als Diminutivformen hier angeschlossen werden.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Gleiberg-Pfad: Am glyperger pade (Launsbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/771088_am-glyperger-pade> (aufgerufen am 15.07.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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