Kratze-Berg: am Gratzenberg

Historischer Beleg aus Haigerseelbach  
Gemeinde
Haiger
Landkreis
Lahn-Dill-Kreis
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.

Beleg

Standard-Flurname

Kratze-Berg

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1780/1782

Quelle

Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 360, Haigerseelbach Nr. 2.

Weitere Belege

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch

Berg

Zu ahd. berg, mhd. berc st. M. Als Simplex steht Berg für markante Bodenerhebungen in der Gemeinde. Im Übrigen können sehr unterschiedliche Höhen mit Berg benannt werden.

Südhessisches Flurnamenbuch

Berg

Zu ahd. berg, mhd. berc st. M. Als Simplex steht Berg für eine markante Bodenerhebung in der Gemeinde oder gelegentlich auch spezieller für einen Weinberg.

Kratze

Mehrere Deutungen sind möglich: Meist wohl zu mhd. kretze, kratte, gratte sw. F. M. ‚Tragekorb‘. Ausschlaggebend war dann aber wohl weniger die Form, sondern das in den Körben verwendete Flechtwerk, das auch Bedeutungen wie ‚Einzäunung, eingezäunte Winkel eines Flurstücks‘ nahe legen konnte1. Daneben konnte der Bewuchs mit Korbweiden namengebend sein, bei den rod-Namen wird ein PN zu Grunde liegen. Der Name kann auch als FormN an südhess. Kratze, Krätze ‚breite, flache Hacke (zur Bodenbearbeitung)‘ angeschlossen werden.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Kratze-Berg: am Gratzenberg (Haigerseelbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/76144_am-gratzenberg> (aufgerufen am 29.11.2025)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/76144