Strang: dicta an me strange
Beleg
Standard-Flurname
Strang
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1315
Quelle
Urkundenbuch des Kl. Arnsburg i. d. Wetterau. Bearb. und hrsg. v. Ludwig Baur. Darmstadt 1851.
Weitere Belege
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Strang
Zu ahd. strang, mhd. stranc st. M. und strange st. sw. F., sw. M. ‚Strick, Strang, Seil‘. Der Name bezieht sich als FormN auf langgezogene Grundstücke und schmale Streifen Landes. In Lützellinden liegt mit streng die mitteldt. Form mit Umlaut vor.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Strang
In den Belegen kommen zwei Sprachvarianten von Strang vor: Neben ahd. strang M. ‚Strick‘ bestehen mhd. stranc st. M. und strange st. sw. F., sw. M. ‚Strick, Strang, Seil‘, im Mitteldt. auch mit Umlaut strenge. In den Belegfolgen wechseln häufig beide Varianten, bedingt auch dadurch, dass im Plural beide Formen zusammenfallen, sowie dadurch, dass in FlN kein Unterschied im Sachbezug erkennbar ist: Strang/Strenge bezieht sich als FormN auf lang gezogene Grundstücke und schmale Streifen Landes. Im Wortgebrauch ist heute nur Strang vorhanden. - Der historische Beleg aus Bensheim ist wohl als Diminutiv zu Strang zu verstehen.
Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)
Strang
Karte 57
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Strang: dicta an me strange (Annerod)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/750115_dicta-an-me-strange> (aufgerufen am 10.07.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/750115