Jammer-Berg: AUF DEM JAMMERBERG [ofem jammerbaerg]

Rezenter Beleg aus Großaltenstädten  
Gemeinde
Hohenahr
Landkreis
Lahn-Dill-Kreis
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.

Beleg

Standard-Flurname

Jammer-Berg

Belegort

Belegtyp

rezent

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch

Berg

Zu ahd. berg, mhd. berc st. M. Als Simplex steht Berg für markante Bodenerhebungen in der Gemeinde. Im Übrigen können sehr unterschiedliche Höhen mit Berg benannt werden.

Jammer

Es ist klar, dass der Name aus einem PN umgedeutet wurde. Weniger klar ist die Entwicklung; denn im 14. Jahrhundert konkurrieren zwei PN für den BT: Gunter < Gundhari und Gummer <*Gumemar. Die assimilierte Form Gummer setzt sich durch und unterliegt im Anlaut der Palatalisierung /g/ > /j/. Die Umdeutung wird vielleicht dadurch vermittelt, dass der FamN Jamer in unmittelbarer Nachbarschaft bezeugt ist: 1620 Merten Jamer in Pohl-Göns (Worm). Die mündliche Form mit dem Langvokal /u:/ zeigt aber noch heute, dass ein alter PN zu Grunde liegt.

Südhessisches Flurnamenbuch

Berg

Zu ahd. berg, mhd. berc st. M. Als Simplex steht Berg für eine markante Bodenerhebung in der Gemeinde oder gelegentlich auch spezieller für einen Weinberg.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Jammer-Berg: AUF DEM JAMMERBERG (Großaltenstädten)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/74188_auf-dem-jammerberg> (aufgerufen am 29.11.2025)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/74188