Herbst-Tal: HERBSTAL [herbstol]
Weitere Belege
- 1717: im Herbst Thal [Acker]
Staatsarchiv Marburg, 85. Hanauer Kammer, XXX, Nr. 40., pag. 18 - 1746: im Herbstahl [Acker]
Staatsarchiv Marburg, 86. Hanauer Nachträge, Nr. S 2029. - 1762: Im Herbstthal [Acker]
Staatsarchiv Marburg, Karten, A II, Nr. 1710., pag. 17
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Herbst
Zu ahd. mhd. herbest st. M. ‚Herbst, Ernte‘ oder zum FamN Herbst, der im Untersuchungsraum historisch bezeugt ist.
Tal
Zu ahd. mhd. tal st.N. st. M. ‚Tal, Niederung, zwischen Anhöhen liegendes Tiefland‘. Wie nhd. als Bezeichnung der relativen Lage für tiefer gelegenes Gelände.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Herbst
Zu ahd. mhd. herbest st. M. ‚Herbst; Ernte‘. Die Namen in Gronau beziehen sich auf einen spät tragenden Birnbaum (zu mhd. herbestbire F. ‚Herbstbirne‘); der Name in Webern verweist auf einen Acker, der spät abgeerntet wird.
Tal
Zu ahd. mhd. tal st. N. st. M. ‚Tal, Niederung, zwischen Anhöhen liegendes Tiefland‘. Wie nhd. als Bezeichnung der relativen Lage für tiefer gelegenes Gelände. Die Thaler-Belege in Dornheim und Mosbach zeigen vermutlich eine sekundäre Pluralbildung. Die Abgrenzung zu Dohl ‚Abzugsgraben‘ ist wegen der mundartlichen Hebung von /ɑ/ > /o/ in Tal nicht immer sicher.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Herbst-Tal: HERBSTAL (Marjoß)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/731080_herbstal> (aufgerufen am 07.05.2026)
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