Belling-Buch: im Bellinger Buch
Beleg
Standard-Flurname
Belling-Buch
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1794
Quelle
Staatsarchiv Marburg, Karten, A II, Nr. 1814.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Buch
Buch, mhd. buoch st. N. ‚Buchenwald, Waldung überhaupt‘ ist eine Kollektivbildung zu ahd. buohha, mhd. buoche sw. F. ‚Buche‘.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Belling
Zum ON Bellingen. Es handelt sich um eine Wüstung und den Markbezirk bei Dietzenbach, Kr. Offenbach, für den auch der Name im Bellings bezeugt ist. Erstbeleg im Lorscher Codex: 791$ K. 1183-95 in Bellingon (CodLaur, Nr. 1965).
Buch
Buch, mhd. buoch st. N. ‚Buchenwald, Waldung überhaupt‘ ist eine Kollektivbildung zu ahd. buohha, mhd. buoche sw. F. ‚Buche‘ in der Bedeutung ‚Buchenwald‘. Die Form Buchen zeigt, dass in Südhessen die schwache Flexion vorherrscht. Die Vorkommen mit Umlaut (Büchen) sind offenbar durch Vermengung mit dem kollektivierenden Suffix -ich zustande gekommen, wie z. B. auch die Belegreihe in Erzhausen nahe legt.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Belling-Buch: im Bellinger Buch (Marjoß)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/730996_im-bellinger-buch> (aufgerufen am 09.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/730996