Kahl: In Kollenn
Beleg
Standard-Flurname
Kahl
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1559/1565
Quelle
Fürstliches Archiv Büdingen, Stadt und Land, Fasz. 165, Nr. 1141c.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Kahl
Zu ahd. calo, mhd. kal ‚kahl‘. Namengebend waren kahle, unbewachsene oder gerodete Flächen. - Vermengung mit kalt, dialektal /ka:l/ ist leicht möglich.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Kahl
Zu ahd. calo, mhd. kal ‚kahl‘. Namengebend waren kahle, unbewachsene oder gerodete Flächen. Belege mit Stammvokal /o/, wie in Darmstadt, zeigen wohl einen dialektal verdumpften Stammvokal und gehören daher hierher und nicht zu Kohle. Schwieriger ist dagegen die Abgrenzung von nhd. kalt, denn auch kahl und kalt können in der Mundart zusammenfallen. Die Abgrenzungsschwierigkeit gilt vereinzelt auch für kahl und Kalb (s. d.).
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Kahl: In Kollenn (Lichenroth)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/729849_in-kollenn> (aufgerufen am 04.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/729849