Messel-Gut: vff dem Messelsguth
Beleg
Standard-Flurname
Messel-Gut
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1651
Quelle
Fürstliches Archiv Braunfels, 64.6; Kirchensachen III, 694.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Gut
Zu ahd. mhd. guot ‚gut‘. Das Adjektiv bezieht sich auf die gute Qualität der benannten Objekte. Die Verbindung Gute Leute, auch Gutmann, bezeichnet euphemistisch Aussätzige und Leprakranke, die wegen der Ansteckungsgefahr in Siechenhäusern außerhalb der Ortschaften untergebracht waren.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Gut
Zu ahd. mhd. guot ‚gut‘. Das Adjektiv bezieht sich auf die gute Qualität der benannten Objekte. In Wald-Erlenbach liegt eher der FamN Gutschneider vor. Als GT bezieht sich Gut durchweg auf Besitz: mhd. guot st. N. ‚Gut, Vermögen, Besitz‘.
Messel
Vielleicht eine Diminutivbildung zu mhd. messe, mässe st. F. ‚Metallklumpen, Eisenmasse‘, einer Entlehnung aus lat. massa ‚Metallklumpen‘. Es läge den FlN dann dasselbe Wort zu Grunde, das auch zur Deutung des ON Messel herangezogen wird. Der Name verwiese dann möglicherweise auf vor- und frühgeschichtliche Schmelzöfen und Metallverarbeitung
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Messel-Gut: vff dem Messelsguth (Dillheim)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/63941_vff-dem-messelsguth> (aufgerufen am 08.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/63941