Scheld-Wald: Im scheldwalde
Beleg
Standard-Flurname
Scheld-Wald
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1478
Quelle
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 190, Nr. 29.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Scheld
Wie aus dem Beleg von 1792 hervorgeht, ist bei den anderen Belegen der Umlaut offenbar nicht markiert. Der Name gehört deshalb zum FamN Schelt, der in Hattenrod einheimisch ist.
Wald
Zu ahd. wald, mhd. walt st. M. ‚Wald, Wildnis‘. Der Name gilt allgemein für bewaldetes Gelände. Häufig sind Diminutivformen wie Wäldchen, Wäldches, im historischen Bereich auch Wäldgen, sowie Wäldlein. Durch Assimilation von /ld/ > /ll/ erscheinen verzeinzelt auch Formen wie Wellchen, so dass die Abgrenzung der Wald- und Wall-Belege nicht immer eindeutig ist.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Wald
Zu ahd. wald, mhd. walt st. M. ‚Wald, Wildnis‘. Der Name gilt allgemein für bewaldetes Gelände. Sogenannte Waldgassen führen, wie in Einhausen, in den Wald hinein. Häufig sind Diminutivformen wie Wäldchen, Wäldches, im historischen Bestand auch Wäldgen, sowie im 17. Jh. zweimal Wäldlein. Durch Assimilation von /ld/ /ll/ erscheinen vereinzelt auch Formen wie Wellchen (Igelsbach), sodass die Abgrenzung der Wald- und Wall-Belege nicht immer eindeutig ist und - wie in Nieder-Ramstadt - auch Besitz derer von Wallbrunn (s. d.) namengebend sein könnte
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Scheld-Wald: Im scheldwalde (Dillenburg)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/63745_im-scheldwalde> (aufgerufen am 09.07.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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