Gieße: In der gissen
Beleg
Standard-Flurname
Gieße
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1766
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, C 4, Aulendiebach, Nr. 2.
Weitere Belege
- 1766: In der gissen
Staatsarchiv Darmstadt, C 4, Aulendiebach, Nr. 2., fol. 83
Deutungen
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Gieße
Die Simplizia des Typs Im Gießen gehören überwiegend zu ahd. giozo, mhd. gieʒe sw. M. ‚fließendes Wasser, Bach, See‘, nhd. Gieße auch ‚Wehr, Strudel‘, einer Ableitung vom starken Verb ahd. giozan, mhd. gieʒen ‚gießen‘. Komposita mit dem BT gies- werden dagegen unmittelbar an das Verb anzuschließen sein. Es handelt sich um Flurstücke, die teils durch kleinere Wasserläufe durchschnitten, teils durch die nach Regengüssen auftretenden Wasserlachen überschwemmt werden. Der frühe Beleg aus Zellhausen ist unsicher; es wird vielleicht - wie möglicherweise auch in Reisen - eher der PN Giso vorliegen.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Gieße: In der gissen (Aulendiebach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/628274_in-der-gissen> (aufgerufen am 10.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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