Klapper-Baum: uffm Klaber baumn
Beleg
Standard-Flurname
Klapper-Baum
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
um 1717
Quelle
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 360, Breitscheid Nr. 1.
Weitere Belege
- um 1717: vffm Clapperbaum [Acker]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 360, Breitscheid Nr. 1., fol. 432'
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Baum
Zu ahd. mhd. boum st. M. ‚Baum‘. Die jungen FlN Baumacker und Baumstück kennzeichnen im Gegensatz zu Bangert (s.d.) nicht gefriedete Obstbaumanlagen. Baum als Simplex steht dagegen für einzeln stehende, besonders auffällige Bäume.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Baum
Zu ahd. mhd. boum st. M. ‚Baum‘. Die jungen FlN Baumacker und Baumstück kennzeichnen im Unterschied zu Bangert nicht gefriedete Obstbaumanlagen. Baum als Simplex steht dagegen wie in Biebesheim am Rhein, Dietzenbach, Klein-Zimmern, Pfungstadt und Rembrücken für einzeln stehende, besonders auffällige Bäume.
Klapper
Zu mhd. (mitteldt.) klapper sw. st. F. ‚Klapper, Werkzeug zum Klappern‘. Eindeutig bestimmbar sind aber nur die Belege mit dem GT -gasse. Diese Gassen lagen außerhalb des Stadt- oder Dorfkerns. Sie führten zu den Leprosenhäusern, denn die am Aussatz Erkrankten mussten sich zum Schutz der übrigen Bevölkerung schon von weitem mit einer Klapper bemerkbar machen. Die anderen Belege sind entweder unmittelbar hier anzuschließen oder erinnern an andere Funktionen der Klappern, etwa zum Verscheuchen von Vögeln.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Klapper-Baum: uffm Klaber baumn (Breitscheid)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/61820_uffm-klaber-baumn> (aufgerufen am 04.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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