Gras-Hännigen: im gräß hännigen

Historischer Beleg aus Breitscheid  
Gemeinde
Breitscheid
Landkreis
Lahn-Dill-Kreis
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Gras-Hännigen

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

um 1717

Quelle

Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 360, Breitscheid Nr. 1.

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Gras

Zu ahd. mhd. gras st. N. ‚Gras, grasbewachsener Ort‘. Namengebend sind dann mit Gras bewachsene Flurstücke. Der FlN Grasweg, häufig in der adjektivischen Verbindung grasiger Weg, haftet auch an alten Fernwegen. Graswiesen sind solche mit möglichst reinem Grasbestand (DWB) oder deren Gras als Grünfutter dient (SHessWb).

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Gras

Meist zu ahd. mhd. gras st. N. ‚Gras, grasbewachsener Ort‘. Namengebend sind dann mit Gras bewachsene Flurstücke. Der FlN Grasweg, häufig in der adjektivischen Verbindung grasiger Weg, haftet auch an alten Fernwegen. In Trösel geht der Name wohl auf *gras-mahd zurück. Die Zugehörigkeit der Belege aus Erzhausen ist unsicher; hier hat es Umdeutungen zu einem FamN, aber auch zu im großen See gegeben. Ob die vereinzelten Grass(en)-Belege (Alsbach, Dietzenbach, Rüsselsheim, Zwingenberg) abzutrennen und zu mhd. graʒ, graʒʒe st. N. in der Bedeutung ‚Sprossen oder junge Zweige von Nadelholz‘ zu stellen sind, ist unsicher.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Gras-Hännigen: im gräß hännigen (Breitscheid)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/61742_im-graess-haennigen> (aufgerufen am 04.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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