Schmiede-Hohl: bei der obersten schmidt holl
Beleg
Standard-Flurname
Schmiede-Hohl
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1654
Quelle
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 360, Oberhöchstadt Nr. 9.
Weitere Belege
- 1654: bey der kleinen schmidt holl [Acker]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 360, Oberhöchstadt Nr. 9., fol. 9' - 1654: vf die gros schmidt holl [Acker]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 360, Oberhöchstadt Nr. 9., fol. 15 - 1764: auf der Kleine Schmeid Holl [Acker]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 360, Oberhöchstadt Nr. 1., pag. 534 - 1764: auf die kleine Schmeid Holl [Acker]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 360, Oberhöchstadt Nr. 1., pag. 53 - 1764: Neben der Kleine Schmied Holl [Acker]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 360, Oberhöchstadt Nr. 1., pag. 20
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Hohl
Zu ahd. mhd. hol ‚hohl, ausgehöhlt‘ und dem davon abgeleiteten Substantiv nhd. Hohl F. ‚Höhle, Vertiefung‘. Als FlN bezieht sich Hohl auf eingetiefte Stellen im Gelände: Bodensenken und Gruben, kleine Schluchten und vor allem Hohlwege. Während die Mehrzahl der zusammengesetzten Namen auf Fluren in der Nachbarschaft einer Hohl verweisen (Hohlfeld im Sinne von ‚Feld bei der Hohl‘), deuten Namen wie Hohleiche auf einzelne ausgehöhlte Bäume. - Da hierfür früh auch holde Eiche belegt ist (Grünberg, Niederkleen) ist eine Umdeutung nicht auszuschließen; dann wohl zu mhd. holde sw. M. F. ‚Geist, Genius‘ mit mythologischem Bezug zu einzelnen Eichen.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Hohl
Zu ahd. mhd. hol ‚hohl, ausgehöhlt‘ und dem davon abgeleiteten Substantiv nhd. Hohl F. ‚Höhle, Vertiefung‘. Als FlN bezieht sich Hohl auf eingetiefte Stellen im Gelände: Bodensenken und Gruben, kleine Schluchten und vor allem Hohlwege. Während die Mehrzahl der zusammengesetzten Namen auf Fluren in der Nachbarschaft einer Hohl verweisen (Hohlfeld im Sinne von Feld bei der Hohl), deuten Namen wie Hohle Buche und Hohler Baum auf einzelne ausgehöhlte Bäume.
Schmiede
Zu mhd. smitte sw. st. F. ‚Schmiede‘. Aufgenommen sind hier nur Belege, die eindeutig zu Schmiede als Bezeichnung der Einrichtung gehören: Sie beziehen sich auf die Lage der Flurstücke. Andere Bezüge auf Schmieden sind in nicht klar trennbarer Form in den Schmied, Schmitt-FlN (s. d.) enthalten.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Schmiede-Hohl: bei der obersten schmidt holl (Oberhöchstadt)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/616121_bei-der-obersten-schmidt-holl> (aufgerufen am 08.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/616121