Kessel-Wiese: Das Hinderste Keßel Wiessgen

Historischer Beleg aus Udenhain  
Gemeinde
Brachttal
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Kessel-Wiese

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1773

Quelle

Fürstliches Archiv Büdingen, Ackerbücher, Udenhain 1773.

Weitere Belege

  • 1719: die Kessel Wiesen [Wiese]
    Fürstliches Archiv Büdingen, Ackerbücher, Weiershöfer Güther, 1719-1723., fol. 4

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Kessel

Zu ahd. kezzil, mhd. kezzel st. M. ‚Kessel‘, einer Entlehung aus lat. catîllus. Es handelt sich um einen FormN nach der Geländeform. Vermengung mit Kissel (zu Kies) ist leicht möglich.

Wiese

Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünfläche‘.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Wiese

Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünlandfläche‘. Neben das Simplex und die zahlreichen Komposita treten die Diminutivformen Wieschen, Wießgen und Wiesel. Die zusammengehörigen Belege aus Auerbach und Bensheim zeigen einen zersprochenen Namen, dessen Zugehörigkeit zu Wiese im BT unsicher ist. Den ältesten Belegen aus Rüsselsheim liegt ein FamN Wiese zu Grunde.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Kessel-Wiese: Das Hinderste Keßel Wiessgen (Udenhain)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/5854_das-hinderste-kessel-wiessgen> (aufgerufen am 07.07.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/5854