Schön-Hengst: im Schünhöngst

Historischer Beleg aus Merenberg  
Gemeinde
Merenberg
Landkreis
Limburg-Weilburg
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Schön-Hengst

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1773

Quelle

Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 162, Nr. 163.

Weitere Belege

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Hengst

Zu ahd. hengist, mhd. hengest, hengst st. M. ‚Wallach, Pferd‘, nhd. ‚Hengst, männliches Pferd‘. - In Holzheim hat allerdings Umdeutung aus dem PN Heinz Gaul stattgefunden.

Schön

Die meisten Namen gehen eindeutig auf das Adjektiv schön, ahd. scôni, mhd. schoene, schoen zurück, das in älterer Zeit neben ‚schön‘ auch ‚glänzend, hell‘ bedeutet und damit stets das Aussehen von Objekten charakterisiert.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Hengst

Zu ahd. hengist, mhd. hengest, hengst st. M. ‚Wallach, Pferd‘, nhd. Hengst ‚männliches Pferd‘.

Schön

Die meisten Namen gehen eindeutig auf das Adjektiv schön, ahd. scôni, mhd. schœne, schœn zurück, das in älterer Zeit neben ‚schön‘ auch ‚glänzend, hell‘ bedeutet und damit stets das Aussehen von Objekten charakterisiert. Jedoch hat in einigen Fällen vermutlich eine Umdeutung stattgefunden, mehrfach anscheinend aus Schind- (s. d.), so in Alsbach, anscheinend auch in Hirschhorn, Zellhausen. Auffällig dialektal, aber in dieser Hinsicht korrekt, sind die historischen Belege in Sprendlingen 1532.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Schön-Hengst: im Schünhöngst (Merenberg)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/583175_im-schuenhoengst> (aufgerufen am 06.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/583175