Messel-Schneise: MESSELERSCHNEISE
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch
Schneise
Schneise ‚Durchhieb durch den Wald; langer, gerade Waldweg‘ als die heute übliche Gebrauchsform gegenüber älterem Schneid(s) tritt zuerst im 14. Jahrhundert im Mitteldt. auf, wird aber in FlN erst im 18. Jahrhundert mit dem Aufkommen der kameralen Forstwirtschaft produktiv. Schneise begegnet dann in großer Anzahl fast ausschließlich als GT von meist rein katasteramtlichen Namen.
Südhessisches Flurnamenbuch
Messel
Vielleicht eine Diminutivbildung zu mhd. messe, mässe st. F. ‚Metallklumpen, Eisenmasse‘, einer Entlehnung aus lat. massa ‚Metallklumpen‘. Es läge den FlN dann dasselbe Wort zu Grunde, das auch zur Deutung des ON Messel herangezogen wird. Der Name verwiese dann möglicherweise auf vor- und frühgeschichtliche Schmelzöfen und Metallverarbeitung
Schneise
Schneise ‚Durchhieb durch den Wald; langer, gerader Waldweg‘ als die heute übliche Gebrauchsform gegenüber älterem Schneid(s) (s. d.) tritt zuerst im 14. Jh. im Mitteldt. auf, wird aber in FlN erst im 18. Jh. mit dem Aufkommen der kameralen Forstwirtschaft produktiv. Schneise begegnet dann in großer Anzahl fast ausschließlich als GT von meist rein katasteramtlichen Namen.
Hessischer Flurnamenatlas
Schneise
Karte 142
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Messel-Schneise: MESSELERSCHNEISE (Urberach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/553945_messelerschneise> (aufgerufen am 29.11.2025)
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