Schelm-Grabe: Vor dem schelmßgraben
Beleg
Standard-Flurname
Schelm-Grabe
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1700
Quelle
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 360, Niederjosbach Nr. 1.
Weitere Belege
- 1700: am schelmisch graben [Acker]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 360, Niederjosbach Nr. 1. - 1775: am schelms graben [Acker]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 360, Niederjosbach Nr. 2., pag. 7
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Schelm
Zu ahd. skelmo, mhd. schelme, schelm st. sw. M. ‚Pest, (Vieh-)Seuche‘. Der Name verweist auf den Ort, wo das gefallene Vieh vergraben wurde, auf Schindanger (s.d.). Nicht auszuschließen ist ein FamN oder BerufsN (für den Abdecker oder den Henker): Schelm, Schelme ist im Raum auch historisch belegt.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Grabe
Vermutlich zum FamN Grabe.
Schelm
Zu ahd. skelmo, mhd. schelme, schelm st. sw. M. ‚Pest, (Vieh-)Seuche‘. Die Namen verweisen in der Regel auf Orte, wo das gefallene Vieh vergraben wurde, auf Schindanger (s. d.), gelegentlich wohl auch auf einen BesitzerN
Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)
Schelm
Karte 47
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Schelm-Grabe: Vor dem schelmßgraben (Niederjosbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/521958_vor-dem-schelmssgraben> (aufgerufen am 14.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/521958