Grete-Wiese: die Gräden Wiesen
Beleg
Standard-Flurname
Grete-Wiese
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1790
Quelle
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 360, Watzelhain Nr. 1.
Weitere Belege
- DIE GRETHENWIESEN
- 1787: Die Gräden Wiesen genant [Wiese]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 360, Watzelhain Nr. 4., pag. 73
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Grete
In den meisten Fällen zur Kurzform Grete des PNs Margarete, teilweise in der Koseform Gretchen. - Der Gretenberg in Lauter könnte wegen der mündlichen Form zu Kröte (s. d.) gehören.
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünfläche‘.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Grete
In den meisten Fällen zum PN Grete aus Margarete. In Leeheim benennt der FlN eine Lache; deshalb gehört der Name hier als Diminutiv eher zu ahd. grât ‚Rückgrat‘, mhd. grât st. M. ‚Fischgräte, hervorstehende Spitze‘ und bezieht sich dann auf die Form.
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünlandfläche‘. Neben das Simplex und die zahlreichen Komposita treten die Diminutivformen Wieschen, Wießgen und Wiesel. Die zusammengehörigen Belege aus Auerbach und Bensheim zeigen einen zersprochenen Namen, dessen Zugehörigkeit zu Wiese im BT unsicher ist. Den ältesten Belegen aus Rüsselsheim liegt ein FamN Wiese zu Grunde.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Grete-Wiese: die Gräden Wiesen (Watzelhain)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/499047_die-graeden-wiesen> (aufgerufen am 06.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/499047