Mann-Tal-Klopf: am Mannendals klopp

Historischer Beleg aus Lorchhausen  
Gemeinde
Lorch
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Mann-Tal-Klopf

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1655

Quelle

Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 23, Akten Nr. 61.

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Klopf

Zu nhd. klopfen. Die Klopfmaschine in Lollar war ein Steinbrecher, in dem Basalt aus dem Steinbruch am Lollarer Kopf zerkleinert wurde (Ortsliste). - Die Grenzflur Klopfhammer in Lehnheim/Stockhausen ist als FormN benannt nach einem von Hufschmieden verwendeten Hammer, wobei die schneiden und sensen und futtermesser dünner geklopft werden. (DWB)

Mann

Die FlN mit dem GT Mann beziehen sich nach dem Kompositionstyp allesamt auf Mann ‚homo‘, ahd. mhd. man und bilden insgesamt meist EreignisN.

Tal

Zu ahd. mhd. tal st.N. st. M. ‚Tal, Niederung, zwischen Anhöhen liegendes Tiefland‘. Wie nhd. als Bezeichnung der relativen Lage für tiefer gelegenes Gelände.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Mann

Ob einzelne Formen im BT zu ahd. mhd. man st. M. ‚Mensch, Mann‘ zu stellen sind, ist unsicher, da auch der FamN sowie Vermengung mit Mond, Mohn in Betracht kommen.

Tal

Zu ahd. mhd. tal st. N. st. M. ‚Tal, Niederung, zwischen Anhöhen liegendes Tiefland‘. Wie nhd. als Bezeichnung der relativen Lage für tiefer gelegenes Gelände. Die Thaler-Belege in Dornheim und Mosbach zeigen vermutlich eine sekundäre Pluralbildung. Die Abgrenzung zu Dohl ‚Abzugsgraben‘ ist wegen der mundartlichen Hebung von /ɑ/ > /o/ in Tal nicht immer sicher.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Mann-Tal-Klopf: am Mannendals klopp (Lorchhausen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/486719_am-mannendals-klopp> (aufgerufen am 02.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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