Mann-Tal-Klopf: am Mannendals klopp
Beleg
Standard-Flurname
Mann-Tal-Klopf
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1655
Quelle
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 23, Akten Nr. 61.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Klopf
Zu nhd. klopfen. Die Klopfmaschine in Lollar war ein Steinbrecher, in dem Basalt aus dem Steinbruch am Lollarer Kopf zerkleinert wurde (Ortsliste). - Die Grenzflur Klopfhammer in Lehnheim/Stockhausen ist als FormN benannt nach einem von Hufschmieden verwendeten Hammer, wobei die schneiden und sensen und futtermesser dünner geklopft werden. (DWB)
Mann
Die FlN mit dem GT Mann beziehen sich nach dem Kompositionstyp allesamt auf Mann ‚homo‘, ahd. mhd. man und bilden insgesamt meist EreignisN.
Tal
Zu ahd. mhd. tal st.N. st. M. ‚Tal, Niederung, zwischen Anhöhen liegendes Tiefland‘. Wie nhd. als Bezeichnung der relativen Lage für tiefer gelegenes Gelände.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Mann
Ob einzelne Formen im BT zu ahd. mhd. man st. M. ‚Mensch, Mann‘ zu stellen sind, ist unsicher, da auch der FamN sowie Vermengung mit Mond, Mohn in Betracht kommen.
Tal
Zu ahd. mhd. tal st. N. st. M. ‚Tal, Niederung, zwischen Anhöhen liegendes Tiefland‘. Wie nhd. als Bezeichnung der relativen Lage für tiefer gelegenes Gelände. Die Thaler-Belege in Dornheim und Mosbach zeigen vermutlich eine sekundäre Pluralbildung. Die Abgrenzung zu Dohl ‚Abzugsgraben‘ ist wegen der mundartlichen Hebung von /ɑ/ > /o/ in Tal nicht immer sicher.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Mann-Tal-Klopf: am Mannendals klopp (Lorchhausen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/486719_am-mannendals-klopp> (aufgerufen am 01.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/486719